Ideen bleiben häufig ungenutzt

von Judit Hillemeyer
Freitag, 25. Juli 2008
Ideen von Mitarbeitern sind oft bares Geld wert. Sie können Unternehmensprozesse verbessern oder beschleunigen. Umgesetzt werden sie jedoch eher selten. Bis zu 27.Mrd. Euro pro Jahr verschenken deutsche Unternehmen, weil auf Mitarbeiterideen nicht genügend eingegangen wird. Dies stellt das Deutsche Institut für Betriebswirtschaft (DIB), Frankfurt am Main, in einer Unternehmensbefragung fest.



"Oft konzentriert sich die Suche nach Ideen in der Abteilung Forschung und Entwicklung. Die Ideen von Mitarbeitern werden nicht als gleichwertig wahrgenommen", so Christiane Kersting, Leiterin des Ideen- und Innovationsmanagements bei DIB. Häufig würde die Zusammenarbeit von Innovations- und Ideenmanagement auf die Ideengewinnung reduziert, so dass Mitarbeiterideen im Innovationsprozess verloren gehen können.

Die Prämierung von Verbesserungsvorschlägen halten die Analysten für nicht ganz unproblematisch: Werde beispielsweise eine Idee bereits vor der Verwirklichung prämiert, könnten Insellösungen entstehen, da der Vorschlag nicht auf Einsetzbarkeit in anderen Bereichen geprüft werde. Neben Geldprämien empfiehlt das Institut unter anderem auch Anreize wie Urlaubstage.

Letzten Endes sei Ideenmanagement ein Mittel, die Mitarbeiter zu motivieren. Wer feststellt, dass seine Vorschläge wahrgenommen werden, würde sich öfter einbringen. Das DIB bietet Unternehmen, die ihr Ideenmanagement verbessern möchten, auf seiner Website www.dib.de vielfältige Möglichkeiten. (juh)

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