Ikea rekrutiert weltweit einheitlich

von Redaktion LZ
Freitag, 09. September 2005
Ikea
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Um den internen und externen Stellenmarkt transparent zu machen, hat Ikea ein E-Recruiting-System eingeführt.



"Bisher war es schwer, einen Überblick über alle offenen Stellen zu bekommen", begründet Pia Palmu, Leiterin Personalmarketing bei Ikea Deutschland, die Einführung einer "multifunktionsfähigen Talent-Management-Lösung", eben eines E-Recruiting-Systems.

Seit dem ersten Quartal 2005 können Bewerberanfragen nun weltweit einheitlich bearbeitet werden. Daneben präsentiert sich das Einrichtungshaus seinen Bewerbern mit einem einheitlichen Online-Auftritt.

Mit dem übergreifenden Talent Management System namens "Enterprise 7.5" von Brass Ring beantworten die Ikea-Personaler die internationale Bewerberflut in 38 Ländern und 18 verschiedenen Sprachen.

Elektronische Post

Verwaltet werden monatlich über 20.000 Bewerbungen, die weltweit elektronisch und per Post an den Einrichtungs-Konzern gerichtet werden. Dazu erfasst die Softwarelösung sämtliche Kandidatenanfragen und stellt sie automatisch für eine Vorauswahl zur Verfügung.

So können die Personalverantwortlichen jederzeit unkompliziert auf interessante Kandidaten zugehen und potenzielle Einsatzmöglichkeiten vorschlagen.

Qualifizierte Bewerber, für die keine aktuellen Vakanzen bestehen, werden neben Profilen interessierter Mitarbeiter in einer weltweiten Datenbank gespeichert.

Dieser Weg ist schneller und effizienter für die Bewerber: "Wir haben eine dezentrale Struktur und dieses System ermöglicht es, dass alle Bewerbungen direkt im richtigen Fachbereich landen". Zudem spare der Konzern durch E-Recruiting Kosten.

Diese zu beziffern sei schwer, so Pia Palmu. Klar sei, dass sich Einsparungen bei den Arbeitskosten für das Handling der Mappen, beim Porto und bei den möglichen Stellenanzeigen bemerkbar machen. "Das ist ein enormes Volumen, so dass sich sicher in kurzer Zeit die Systemkosten amortisieren."

Talente erkennen

Vorteil dieses "Talentpools" sei vor allem, dass er jederzeit auf qualifizierte Kandidaten überprüft werden kann. Das System ermöglicht dabei auch den Überblick über Soft Skills wie beispielsweise Führungspersönlichkeit, Teamfähigkeit und Organisationstalent.

Auch die kulturelle Kompetenz des Bewerbers wird getestet: Durch jobspezifische Fragestellungen, die das System ermöglicht, werden erste Tendenzen festgestellt, die später im persönlichen Gespräch vertieft werden können. Das System ermöglicht dem Bewerber, zu jeder Zeit selbst zu entscheiden, welche Informationen er dem Unternehmen wie lange zur Verfügung stellen möchte.

Pia Palmu wünscht sich künftig hauptsächlich Online-Bewerbungen. Aber auch solche per Post sind weiterhin möglich. "In unserer Branche wird es sicher noch länger dauern, bis alle Interessierten soweit sind, dass sie sich online bewerben. Auf diese Bewerber wollen wir nicht verzichten". (ba)

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