Der Ruf als Arbeitgeber zählt

von Judit Hillemeyer
Freitag, 19. September 2008
Das Gewinnen neuer Mitarbeiter wird von Arbeitgebern zunehmend als Thema der Öffentlichkeitsarbeit wahrgenommen. Vom Personalmarketing versprechen sich die Betriebe vor allem mehr Initiativbewerbungen. Die Steigerung der Bekanntheit eines Unternehmens gehöre laut Franziska Berge, Agenturleiterin von Index, zu den Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit.



Beinahe jedes zweite Unternehmen entwickelt bereits entsprechende Konzepte zur Mitarbeitergewinnung oder plant dies zu tun. Dies ergibt die Studie "Employer Branding - ein Konzept auf dem Vormarsch" der Berliner Index Agentur. Grundlage ist die Befragung von rund 260 Kommunikations- und Personalverantwortlichen deutscher Unternehmen.

Dabei bemühen sich die Befragten vor allem um die allgemeine Bekanntheit des Unternehmens sowie dessen Zukunftsfähigkeit (je 72 Prozent).

Marktpositionierung und Markenbeliebtheit würden ebenfalls als wichtig betrachtet werden. Bis jetzt sind die von den Unternehmen realisierten Maßnahmen zum Arbeitgebermarketing eher kurzfristig ausgelegt, um Abhilfe gegen akute Personalnot zu schaffen.

35 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben jedoch an, bereits über entsprechende Kommunikationsstrategien zu verfügen. 10 Prozent möchten diese noch entwickeln.

Von ihren vermehrten Bemühungen im Bereich der Arbeitgebermarkenbildung erhoffen sich 90 Prozent der Umfrageteilnehmer mehr Initiativbewerbungen. Jeweils 82 Prozent erwarten eine "höhere Beachtung von ausgeschriebenen Stellen" und mehr Besucher im Job-Bereich des Internetauftritts. Doch 60 Prozent rechnen künftig nicht mit qualifizierteren Bewerbern. (juh)

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