Was Manager verdienen

von Christiane Düthmann
Freitag, 30. April 2010
Karrierewege in der Industrie
Karrierewege in der Industrie
Wie sich die Stufen der Karriereleiter auf dem Konto bemerkbar machen, hat Rau Consultants untersucht. Die Personalberatung nennt Gehaltsschritte von Food-Managern in Produktion, Vertrieb und Verwaltung.
Wer in der Foodbranche anheuert, kann schon binnen kurzem, als angehende Führungskraft, ein passables Salär einstreichen. Im Marketing etwa verdient man als regionaler Key-Account-Manager durchschnittlich bereits 59.000 Euro. Ein Controller bringt es auf 56.000 Euro, ein Abteilungsleiter in der Produktion kommt auf immerhin 47.000 Euro.

Die Werte unterscheiden sich nur geringfügig von denen des Vorjahres, weiß Matthias Hennig vom Personalberatungsunternehmen Rau Consultants. Das gilt ebenso für die nächsten Sprossen der Karriereleiter bis hinauf ins Topmanagement. Hier werden je nach Ressort zwischen 198.000 und 248.000 Euro bezahlt – Firmenwagen und Altersversorgung inklusive.

Auch die Vergütung für Einsteiger, die frisch von der Uni kommen, bewegt sich krisenbedingt kaum von der Stelle, hat Hennig herausgefunden. Gravierende Spuren aber habe die wirtschaftliche Schieflage in der FMCG-Branche bislang kaum hinterlassen. Vor allem die großen Hersteller rekrutieren weiterhin Absolventen in gewohnter Anzahl. Kleinere und mittlere Unternehmen dagegen halten sich tendenziell zurück.

Generell beobachtet Hennig einen Trend zum Direkteinstieg bei den Arbeitgebern der Foodbranche. Jungen Mitarbeitern werden schneller operative Tätigkeiten übergeben, denn "Learning on the Job" bringe für die Unternehmen mehr Nutzen. "Länger andauernde Traineeprogramme sind besonders in Großkonzernen anzutreffen", so der Personalexperte. Außerdem würden gerade Absolventen immer häufiger befristet angestellt.

Da der erste Karriereschritt meist der schwierigste ist, sollten Bewerber nach Abschluss ihres Studiums Gas gegen, um "maximal binnen sechs Monaten in einen Job zu kommen". Henning rät zu Kompromissbereitschaft besonders, was den Arbeitsort betrifft. Das Gehalt dürfe beim Start in den Beruf zwar nicht im Vordergrund stehen, aber: "Einen Einstieg weit unter Wert, das heißt unter 30.000 Euro, sollte man vermeiden."
(cd)

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