"Chancen für Managerinnen steigen"

von Redaktion LZ
Freitag, 30. Juli 2010
Klaus Halsig, Partner bei Spencer Stuart, vermittelt Spitzenkräfte für die Bereiche Konsumgüter, Handel und Supply Chain
Klaus Halsig, Partner bei Spencer Stuart, vermittelt Spitzenkräfte für die Bereiche Konsumgüter, Handel und Supply Chain

Lebensmittel Zeitung: Werden denn jetzt tatsächlich mehr Spitzenmanagerinnen gesucht?
Klaus Halsig: Ja. Das Thema ist deutlich in den Vordergrund gerückt. Wir registrieren branchenübergreifend eine sehr hohe Nachfrage nach weiblichen Führungskräften für die höchsten Ebenen.

LZ
: Gilt das auch für die Lebensmittelbranche?


Halsig
: Sowohl Handel als auch Ernährungsindustrie suchen verstärkt nach geeigneten Frauen für Toppositionen. Traditionell ist die oberste Führungsebene im Handel eher eine Männerdomäne, selbst wenn in manchen Funktionen, wie etwa im Personalbereich, seit Jahren Frauen erfolgreich hohe Ämter besetzen. Die Chancen für Managerinnen weiten sich aus. Sie werden bei entsprechender Qualifikation zunehmend für höchste Posten berücksichtigt.

LZ:
Finden sich genügend Kandidatinnen?


Halsig:
Unabhängig vom Geschlecht fehlen häufig geeignete Kandidaten für spezifische hochrangige Positionen. Es mangelt beispielsweise an Managern und Managerinnen, die ausgeprägte Kenntnisse über die eigene Kernfunktion hinaus haben. Interessant ist, dass bis ins mittlere Management Männer und Frauen gleichstark vertreten sind. Handel und Industrie ziehen also auf jeden Fall gute Einsteigerinnen an. Wichtig wäre, qualifizierte Kandidatinnen dabei zu unterstützen, über diese mittlere Ebene hinauszugelangen.

Sie haben Fragen oder Anmerkungen zu diesem Artikel?
Schicken Sie eine Email an die Redaktion.

Hier können Sie die Nutzungsrechte an diesem Artikel erwerben.

Meistgelesen

stats