Anerkennnung und Lob

von Judit Hillemeyer
Montag, 23. Mai 2005
In wettbewerbsintensiven Märkten werden das Wissen und die Leistungsbereitschaft der Beschäftigten zu entscheidenden Erfolgsfaktoren. Das war die Kernaussage des gemeinsamen Jahreskongresses der Initiative Neue Qualität der Arbeit und Great Place to Work, der verangene Woche in Berlin stattfand.



"Das größte Potential zur Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit sind die Menschen in unserem Land. Wir werden unseren Wohlstand nur durch innovative Spitzenleistungen und eine hohe Arbeitsqualität sichern können," so der Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Wolfgang Clement in seiner Eröffnungsrede zum Kongress.

Über 150 Führungskräfte trafen sich heute im Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, um sich über die Chancen und Möglichkeiten einer mitarbeiterorientierten Unternehmensführung mit den im Februar des Jahres von Great Place to Work als beste Arbeitgeber Deutschlands ausgezeichneten Unternehmen auszutauschen.

Viele dieser TOP-Arbeitgeber verzeichnen ein überdurchschnittliches Wachstum. "Die Bilanzen dieser Unternehmen zeigen: Investitionen in Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Investitionen in den Erfolg eines Unternehmens", sagte Clemens.

Eine von der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) beauftragte repräsentative Erhebung zeigt, dass es um die Arbeitsmoral in Deutschland weit besser bestellt ist, als gemeinhin angenommen.

Fast drei Viertel (72 Prozent) der rund 5.400 Befragten geben an, dass es für sie sehr wichtig ist, stolz auf die eigene Arbeit sein zu können.

Ebenfalls fast zwei Drittel (64 Prozent) erklären, dass sie immer beziehungsweise oft mit Freude arbeiten. Ein ähnlich hoher Anteil ist von der eigenen Arbeit begeistert (54 Prozent).

Ein positives Bild ergibt sich auch bei den Preisträgern des diesjährigen Wettbewerbs "Deutschlands Beste Arbeitgeber". Bei den 50 ausgezeichneten Unternehmen geben 71 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an, dass sie Anerkennung durch die Führungskräfte bekommen.

89 Prozent der Beschäftigten sind stolz in ihrem Unternehmen zu arbeiten. Gleichzeitig ist auch die Bereitschaft der Beschäftigten, sich stärker einzubringen, sehr ausgeprägt.

66 Prozent der Befragten geben an, dass es ihnen wichtig oder sehr wichtig ist, ihre Fähigkeiten weiter entwickeln zu können. 65 Prozent sind bereit, im Rahmen ihrer Tätigkeit mehr Verantwortung zu übernehmen.

"Hier bieten sich große Chancen für die Unternehmen. Brachliegende Mitarbeiterpotentiale gilt es zu erschließen", so Clement. Gute, mitarbeiterorientierte Führung zahle sich aus. (juh)

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