Bewerber fühlen sich diskriminiert

von Judit Hillemeyer
Freitag, 03. November 2006
Fast die Hälfte der deutschen Jobsuchenden glaubt, bei einer Bewerbung schon einmal diskriminiert worden zu sein. Am stärksten ist dieser Eindruck bei Frauen und älteren Bewerbern.

Das sind die Kernergebnisse des Kelly Global Workforce Index, für den der international agierende Personaldienstleister insgesamt mehr als 70 000 Menschen in 28 Ländern befragt hat, davon über 2 000 in Deutschland. Insgesamt 46 Prozent der deutschen Studienteilnehmer fühlen sich bei Bewerbungen in den letzten fünf Jahren ungerecht behandelt.

Als Gründe geben sie das Alter (26 Prozent), das Geschlecht (9 Prozent), die Hautfarbe (7 Prozent) und Behinderungen (2 Prozent) an.

So glauben 15 Prozent der Frauen und 4 Prozent ihrer männlichen Mitbewerber, dass die Entscheidung aufgrund ihres Geschlechts zu ihren Ungunsten ausgefallen ist. Rund 65 Prozent der Befragten, die älter als 45 sind, gaben an, wegen ihres Alters ungerecht behandelt zu werden. 21 Prozent unter 21 Jahren glauben, durch ihr Alter Nachteile gehabt zu haben. (juh)

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