Bildungsinstitut für die Foodindustrie KIN justiert das Angebot nach

von Christiane Düthmann
Freitag, 30. Januar 2015
Die Weiterbildungseinrichtung KIN Lebensmittelinstitut, Neumünster, will ihr Portfolio ausbauen. Ab dem nächsten Jahr soll es zertifizierte Lehrgänge und einen weiteren Studiengang geben.
"Wir werden uns bedarfsorientiert breiter aufstellen", kündigt Axel Graefe an. Er ist Institutsleiter und Geschäftsführer des KIN Lebensmittelinstituts in Neumünster, dessen Zielgruppe vorwiegend die mittelständische Foodindustrie ist. Bislang werden dort einerseits an der KIN-Fachschule 70 bis 80 Lebensmitteltechniker pro Jahr ausgebildet.

Die Interessenten sind vor allem Fachleute aus dem Lebensmittelhandwerk, die sich weiter qualifizieren wollen. Andererseits bietet das KIN in Kooperation mit der Steinbeis Business Academy einen berufsbegleitenden Bachelorstudiengang "Lebensmitteltechnologie und Produktmanagement" (B.A. Business Administration) an, der jährlich etwa ein Dutzend Studierende zählt.

Geplant ist nun, darüber hinaus auch berufsbegleitende zertifizierte Lehrgänge zu offerieren, beispielsweise zu den Themen Qualitätsmanagement oder Produktentwicklung. Hintergrund ist der Fachkräftemangel. "Es gibt bereits deutliche Alarmzeichen in der Industrie", sagt Graefe. "Manche suchen händeringend Fachkräfte."

Starre Bildungswege aufbrechen

Auch das KIN selbst spürt Nachwuchssorgen, denn es werden immer weniger Bäcker oder Metzger ausgebildet, die sich für einen Qualifizierung zum Lebensmitteltechniker interessieren könnten. Graefe: "Der Markt trocknet langsam aus."

Darüber hinaus sollen die Studenten zukünftig auch einen Bachelor of Sciences machen können. Der Instituts-Chef verspricht sich von diesem "holistischen Ansatz", starre Bildungswege aufzubrechen. 2016 soll das neue Angebot stehen.

(cd)

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