Auszubildende eröffnen eigenen Laden

von Redaktion LZ
Freitag, 01. September 2006
MoKi-Azubis, Foto: Kaufhof
MoKi-Azubis, Foto: Kaufhof
Kaufhof eröffnet in Oberhausen den ersten Azubi-Markt "MoKi". Lehrlinge übernehmen alle Funktionen in dem Outlet.



Am Donnerstag eröffneten 33 Auszubildende des zweiten und dritten Lehrjahres der Kaufhof-Filialen Essen, Mühlheim an der Ruhr, Oberhausen Mitte und CentrO Oberhausen "ihren" Laden. Die Verkaufsfläche umfasst 130 qm und eine 50 qm große Schaufensterfläche.

Das Projekt wurde von den Lehrlingen eigenständig konzipiert und vorbereitet. Die Laufzeit ist vorerst auf zwei Jahre angesetzt. Im Frühjahr dieses Jahres entwickelten die 17- bis 25-Jährigen verschiedene Ideen. Insgesamt fünf Sortiments-Konzepte wurden einer Kaufhof-Jury vorgestellt.

Die Entscheidung fiel zugunsten der Idee "Alles fürs Kind". Wichtig waren dabei "die Umsetzbarkeit und die Wettbewerbssituation" am Standort, betonte Herbert Hamacher. Er ist für die Verkaufsleitung Nord der Kaufhof Warenhaus AG, Köln, verantwortlich. In dem Geschäft werden Markenkleidung und Spielwaren für Kinder verkauft.

Erfahrungen sammeln

Geplant ist, dass die Azubis im dritten Lehrjahr einen Teil ihrer Ausbildungszeit in dem Oberhausener Laden verbringen. Sie übernehmen dabei alle Marktfunktionen. Wöchentlich erörtern sie aktuelle Probleme und wählen einen Geschäftsführer.

Auch alle anderen Positionen werden ebenfalls im Rotationsverfahren besetzt. Die Lehrlinge sind von dem Laden begeistert. "Keiner will sich so eine Chance entgehen lassen", berichtet der Auszubildende Daniel Stolz.

Ziel ist es, die Selbstständigkeit der Lehrlinge zu fördern. Gleichzeitig soll der Laden die City von Oberhausen beleben - im Rahmen der Initiative "Standort Innenstadt - Raum für Ideen". Diese Initiative wurde Anfang 2005 von verschiedenen Ministerien des Landes Nordrhein Westfalens, der Metro Group und der Karstadt Warenhaus GmbH ins Leben gerufen.

Die Verödung der Innenstädte stellt eine großes Problem für den Einzelhandel dar. Das MoKi-Konzept soll hier belebend wirken, sagte auch Gabriele Schendel, Stellvertreterin des Vorsitzenden des Gesamtbetriebsrates der Kaufhof Warenhaus AG und Patin des Projektes. (two)

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