Kombilohn in der Debatte

von Judit Hillemeyer
Freitag, 13. Januar 2006
"Wer Minijobs zu Gunsten von Kombilöhnen abschaffen will, ist auf dem falschen Dampfer", sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Holger Wenzel zu entsprechenden Überlegungen der SPD-Fraktion.



Statt Subvention von Arbeitsplätzen fordert Wenzel eine Senkung der Abgabenbelastung in den unteren Einkommensbereichen, niedrigere Tarifentgelte für geringproduktive Tätigkeiten und eine stärkere Orientierung der Höhe der staatlichen Transferleistungen an die auf dem ersten Arbeitsmarkt erzielbaren Nettoeinkommen.

Einzelhandelsunternehmen haben einen "enormen Bedarf an Teilzeitkräften für ein geringes Zeitkontingent".

Bedarf an Teilzeit

Diese Mitarbeiter werden nach Tarif bezahlt. Aufgrund des geringen zeitlichen Einsatzes würden die Monatsentgelte jedoch im Rahmen der Minijob-Grenze von 400 Euro liegen.

Beim Kombilohn gehe es jedoch darum, das Angebot geringproduktiver Tätigkeiten für Arbeitgeber und Arbeitslose attraktiv zu machen.

Dabei sei unklar, wie ein Zuschuss finanziert oder kompensiert werden könne. Mit Einführung der Minijobs sei versucht worden, eine Brücke zwischen Arbeitslosigkeit und erstem Arbeitsmarkt zu schlagen.

Es seien nur deshalb noch keine Impulse am Arbeitsmarkt entstanden, weil die staatlichen Transferleistungen oftmals höher als die erzielbaren Nettoeinkommen seien. (juh)

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