Die Pause als Konferenzprinzip

von Judit Hillemeyer
Freitag, 17. September 2004
Pausen sind meist das Beste an Kongressen. Dort werden zwanglos Informationen ausgetauscht. Großgruppen-Veranstaltungen nach dem Open-Space-Modell machen die Pause zum Prinzip.



Die erste Erfahrung damit machte Lekkerland-Tobaccoland im Februar zur Jahresauftaktveranstaltung: Leitende Mitarbeiter trafen sich zum Gedankenaustausch. Jeder konnte sich in die verschiedensten Themen einklinken und seinen Beitrag dazu leisten.

Mit dieser Form wollte Lekkerland-Tobaccoland seinen Führungskräften einen offenen Raum (open Space) für deren Anliegen bieten.

An der Veranstaltung nahmen Geschäftsleitung, Geschäftsbereichsleitung sowie Niederlassungsleiter teil - insgesamt 32 Personen.

Diese unkonventionelle Jahresauftaktveranstaltung stand unter dem Motto "Qualität". Thematisiert wurden bis zu 18 Topics. Zehn davon besitzen eine besonders hohe Priorität für das Unternehmen, erläutert Inga Koenen, Pressesprecherin der Lekkerland-Tobaccoland GmbH & Co. KG.

Freie Diskussion

Diskutiert wurden operative Aufgaben wie das Reklamationsmanagement, die Tiefkühlkette oder der Lieferservice. Aber auch Zwischenmenschliches kam zur Sprache, darunter die Einordnung einzelner Abteilungen in der Unternehmensmatrix sowie Führungsthemen. Gerade dieser Themenblock erreichte am Ende zweithöchste Priorität, so Koenen.

Voraussetzung für eine Open-Space-Konferenz ist eine professionelle Moderation. Bei Lekkerland-Tobbaccoland übernahm sie ein externer Psychologe und Berater. Die Konzeption der Veranstaltung lag in der Hand von Lekkerland-Tobbaccoland. Gebildet wurden einzelne Arbeitsgruppen, die dann ihre Ideen austauschten. Mit dem Ergebnis zeigt sich das Unternehmen hoch zufrieden.

Obwohl die Umsetzung einen spielerischen Charakter besaß und die Zahl der Teilnehmer überschaubar blieb, waren die Vorbereitungen aufwändig, sagt Koenen. Wichtig sei es, dass am Ende die zusammengetragenen Argumente und Vorschläge schriftlich fixiert und gegebenenfalls umgesetzt werden.

Großgruppenveranstaltungen nach dem Open-Space-Prinzip können mit bis zu 1.500 Teilnehmern veranstaltet werden. (juh)

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