Niedriger Krankenstand im Einzelhandel

von Redaktion LZ
Mittwoch, 06. Juli 2005
LZ>NET/juh. Der Krankenstand im Handel lag im Jahr 2003 mit 4,2 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt aller Branchen (4,9 Prozent), dies teilt der Einzelhandelsverband Westfalen-Mitte bezugnehmend auf eine jüngst vorgelegte repräsentative Untersuchung der AOK mit.



Damit lag der Krankenstand im Schnitt über alle Branchen hinweg auf dem niedrigsten Wert seit 1993. Eine Entwicklung, die sich auch nach den neuesten verfügbaren Daten des Bundesgesundheitsministeriums und des Bundesverbandes der Betriebskrankenkassen bis ins Jahr 2005 nur geringfügig verändert hat.

Die Spanne des Krankenstandes in den unterschiedlichen Branchen ist dabei relativ hoch. An der Spitze steht der öffentliche Dienst, den geringsten Krankenstand weist die Branche Banken und Versicherungen auf.

Der Krankenstand speziell im Einzelhandel lag mit 4,1 Prozent unter dem Durchschnitt der gesamten Branche Handel und hat im Jahre 2003 gleichfalls im Vergleich zum Vorjahr nochmals abgenommen.

Die Krankmeldungen im Einzelhandel dauerten im Durchschnitt 11,2 Tage. Fast jeder zweite im Handel beschäftigte Arbeitnehmer meldete sich im Jahre 2003 einmal oder mehrfach krank.

Auffallend ist, daß im Einzelhandel der Krankenstand auch nach Betriebsgröße unterschiedlich ist. So liegt der Krankenstand in größeren Betrieben deutlich höher als in Unternehmen bis zu zehn Beschäftigten.

Im bundesweiten Vergleich liegt der Krankenstand in NRW wie im übrigen bei allen alten Bundesländern deutlich höher als in den neuen Bundesländern.

"Diese nüchtern Zahlen der AOK gewinnen dann an Bedeutung, wenn man sich vor Augen führt, daß ein Handelsunternehmen mit 100 Mitarbeitern im Jahre 2003 eine finanzielle Belastung von durchschnittlich 114.400 Euro zu tragen hatte. Und das vor dem Hintergrund ohnehin schwieriger wirtschaftlicher Verhältnisse", so Dr. Wilm Schulte, Geschäftsführer des Einzelhandelsverbandes Westfalen-Mitte e. V.

Der Anteil der von Arbeitsunfähigkeit betroffenen Personen ist im Einzelhandel besonders niedrig ist. In 2003 meldeten sich lediglich nur 48,6 Prozent aller Beschäftigten einmal oder mehrmals im Jahr krank.

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