Berufsausbildung Kritik an Akademisierung

von Redaktion LZ
Donnerstag, 19. September 2013
LZnet. Der Handelsverband Deutschland (HDE) sieht die zunehmende Studierneigung kritisch. Angesichts rückläufiger Bewerberzahlen für Ausbildungsplätze macht er sich für die duale Berufsbildung stark. Er warnt davor, einseitig auf die Akademisierung der Wirtschaft zu setzen.
"Die Politik ist in der Pflicht, die verschiedenen Karrierewege ausgewogen darzustellen. Das Hochschulstudium ist nicht der einzige Weg zu Erfolg im Berufsleben", sagt Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. "Wir erwarten von der neuen Bundesregierung, dass sie die Qualifizierungswege über Fort- und Weiterbildungen stärkt und sich ausdrücklich für die Stärkung der beruflichen Bildung einsetzt."

Genth betont, dass im Einzelhandel 80 Prozent der Führungskräfte über Aus- und Fortbildung aus den eigenen Reihen in höhere Positionen aufgestiegen sind. Nur jeder fünfte habe seine Qualifikation ausschließlich an der Hochschule erworben.

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