Kurzarbeit gegen die Krise

von Judit Hillemeyer
Donnerstag, 14. Januar 2010
Unternehmen schätzen Kurzarbeit in wirtschaftlich schwierigen Situationen. Während viele Arbeitgeber in vergangenen Krisenzeiten ihre Mitarbeiter wegrationalisierten, versuchen heute viele Unternehmen ihre Fachkräfte nach Möglichkeit so lange wie möglich zu halten. Ein wichtiges Instrument ist dabei die Kurzarbeit.



Laut einer Untersuchung der Hay Group unter 124 deutschen Unternehmen nutzt die Hälfte der Befragten dieses Modell. Nahezu zwei Drittel der Unternehmen begrüßen die von der Bundesregierung beschlossene Verlängerung für das Jahr 2010. Insgesamt hatten sich bis September mehr als 59 000 Betriebe für Kurzarbeit entschieden. Betroffen sind 1 Million Beschäftigte, die von der Bundesagentur für Arbeit gefördert werden.

Laut der Hay Group wird sich die Zahl der Unternehmen, die Kurzarbeit nutzen, von 57 (2009) auf 38 Prozent in diesem Jahr reduzieren. Die Gruppe der Neueinsteiger soll überschaubar bleiben. Nur 2 Prozent planen, das Modell in nächster Zeit einzusetzen. Im Rahmen des Konjunkturpaketes werden diejenigen, die in diesem Jahr Kurzarbeit beantragen, mindestens 18 Monate lang gefördert.

Nur jede dritte Firma nutzte die Möglichkeit, ihre Mitarbeiter in der frei gewordenen Zeit weiterzubilden. Die anfallenden Kosten werden teilweise oder vollständig übernommen. Laut der BA werden vor allem Sprach- und Programmierkurse nachgefragt, die sich flexibel den zeitlichen Vorgaben anpassen lassen. (juh)

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