Rekrutierung per Wettstreit

von Judit Hillemeyer
Dienstag, 17. Januar 2006
Team K
Team K
Mit dem Studenten-Wettbewerb L’Oréal Ingenius-Contest bietet L’Oréal Studierenden der Ingenieurwissenschaften die Möglichkeit, parallel zum Studium Erfahrungen als Ingenieur in dem weltweit führenden Kosmetikunternehmen zu sammeln.



Für das Team "K’Aréal" der Universität Karlsruhe war Freitag der 13. ein glücksbringendes Datum: Johannes Bösinger, Dirk Eichin und David de Paolis haben beim nationalen Finale des L’Oréal Ingenius Contest den ersten Platz belegt.

"Die Gewinner erwartet das große internationale Finale am 26. Januar in Paris. Dort werden sie mit Teams aus Frankreich, Mexiko, Brasilien, China und den USA um den Titel, ein Stipendium für ein Auslandspraktikum und neue berufliche Chancen kämpfen. Weltweit nehmen 108 Studenten am Ingenius-Contest teil.

Aufgabe der Studenten ist die Schaffung einer Produktionskapazität von 280 Mio Einheiten jährlich (Shampoo und dekorative Kosmetik) unter Berücksichtigung der Hauptelemente Standortwahl, Supply Chain, also der Kette von der Anlieferung des Rohmaterials bis zum Konsumenten, und Fabriklayout.

Gespielt wird in Teams à drei Studenten. Nach einer Vorauswahl über die Beantwortung eines Fragebogens und anschließenden Gesprächen hatten es zwei Teams der TU Darmstadt und zwei Teams der Universität Karlsruhe (TH) in das nationale Finale geschafft.

Der Ingenius-Contest ist Teil der Rekrutierungsstrategie von L’Oréal. Er bietet Führungskräften aus den Fachabteilungen und dem Personalwesen die Möglichkeit, mögliche Mitarbeiter in einer realitätsnahen Arbeitssituation kennen zu lernen.

Dabei stehen neben dem Fachwissen der Teamgeist und die Kreativität der Studenten im Fokus.

Der Wettbewerb, einzigartig seiner Art, unterstreicht das Engagement von L’Oréal, durch die Entwicklung innovativer Rekrutierungsmaßnahmen Top-Talente für alle Bereiche zu finden. 16 der 48 Teilnehmer des vergangenen Wettbewerb wurden weltweit bei L’Oréal eingestellt.

Der internationale Konzern beschäftigt über 52.000 Mitarbeiter, davon 2.200 Ingenieure. Im vergangenen Jahr wurden 120 Ingenieure eingestellt.

Mehr als 200 Studenten der Ingenieurwissenschaften absolvieren jährlich ein Praktikum bei dem Unternehmen, von denen etwa 30 Prozent anschließend eine Festanstellung bekommen. (juh)

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