LZ Karrieretag "Ich folge Unternehmen auf Facebook und Instagram"

von Maurizio Giuri
Donnerstag, 30. Juni 2016
Titeltauglich: Diese beiden Teilnehmerinnen könnten es auf das Cover des nächsten Magazins „LZ Karriere“ schaffen.
Thomas Fedra
Titeltauglich: Diese beiden Teilnehmerinnen könnten es auf das Cover des nächsten Magazins „LZ Karriere“ schaffen.
Die Teilnehmer des LZ Karrieretags wollen gezielt in die FMCG-Branche. Sie interessieren sich für Marken und Konsumenten.
Unentwegt blitzt es auf dem LZ Karrieretag. Das liegt nicht am Wetter, sondern am Covershooting, das erstmals auf dem Programm steht. Doch wie denken die jungen Talente, die taff für das nächste Magazin LZ Karriere posieren, über ihren Berufseinstieg? Erste Erkenntnis: Für viele ist die Lebensmittelbranche die Top-Adresse, wenn es um den Karrierestart geht.

"Mich reizt an der FMCG-Branche der Konsument", sagt Nico Reese. Für eine Marke Kundenbindung schaffen und im harten Konkurrenzkampf bestehen, lauten seine Ziele. Der 22-jährige Student weiß bereits, dass er Führungskraft werden möchte. "Ich kann mir gut vorstellen, ein Team aufzubauen und Projekte zu leiten." Auch Kevin Seibel hat sehr konkrete Vorstellungen, wie er beruflich durchstarten möchte. Mit 20 Jahren zückt der Wirtschaftsstudent im zweiten Semester wie selbstverständlich die eigene Visitenkarte. "Mich zieht es in den Luxusbereich, entweder zu L’Oreal oder P & G." Warum? Der Glamour fasziniere ihn ebenso wie die tolle Produktqualität und das Image der Edelmarken. Ein Beispiel, an dem sich zeigt, dass Konsumgüterhersteller dank ihrer Strahlkraft leichter an Nachwuchs kommen, als so mancher Händler; jeder Interessent ist eben auch Konsument.

Doch die Händler können beim Businessnachwuchs mit ihrer Hemdsärmeligkeit und flachen Hierarchien punkten. "Mir gefällt die lockere Art im Handel", sagt Max Czemmel. Der 21-jährige BWLer legt Wert auf eine gesunde Work-Life-Balance. Ein anderer Aspekt, der Personalern oft Kopfzerbrechen bereitet, ist die Frage, wo und wie man die Generation Y anspricht. Für Andrea Anderer ist die Sache klar. "Lidl hat sich über Xing bei mir gemeldet und schon war ich im Bewerbungsprozess drin." Dabei wollte die 27-Jährige Vertriebsstudentin eigentlich eher in Richtung Industrie gehen und "höhere Preise verhandeln als sie zu drücken".

Nicht nur Business-Netzwerke müssen die Unternehmen im Auge haben. Längst ist das Recruiting in Sozialen Netzwerken angekommen: "Ich folge Unternehmen auf Facebook und Instagram", sagt Eva Kalkbrenner. Etwa zehn Unternehmen, meist aus der FMCG-Branche, sind es der 24-Jährigen zufolge. Anbeißen würde die Wirtschaftsstudentin bei einem Unternehmen, dass sich für sie interessiert, fordert und fördert sowie abwechslungsreiche Aufgaben bietet.

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