Keine Entspannung auf dem Ausbildungsmarkt

von Judit Hillemeyer
Freitag, 02. Juni 2006
Die Daten der Berufsberatungsstatistik signalisieren auch für den Mai keine Entspannung am Ausbildungsmarkt. Von Oktober 2005 bis Mai 2006 sind den Agenturen für Arbeit insgesamt 362.500 Ausbildungsstellen gemeldet worden.



Das sind 2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang geht allein auf betriebliche Lehrstellen zurück; bei den außerbetrieblichen gab es eine Zunahme.

Gleichzeitig haben 626.200 Bewerber die Berufsberatung bei der Vermittlung einer Ausbildungsstelle eingeschaltet, 3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Im Mai waren 134.400 Ausbildungsplätze noch unbesetzt, 9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Als nicht vermittelt galten 354.500 Bewerber, 15 Prozent mehr.

Infolgedessen ist die rechnerische Differenz zwischen unbesetzten Lehrstellen und unversorgten Jugendlichen deutlich größer als vor einem Jahr (220.100; Vorjahr: 185.000).

Zu berücksichtigen ist dabei, dass die Lücke durch Umstellung des BA-Vermittlungssystems überzeichnet ist. Eine Vorausschau auf das Ende des Berufsbe-ratungsjahres lässt derzeit eine größere Lücke als Ende September 2005 befürchten.

Allerdings sind hierbei mögliche mobilisierende Effekte des Ausbildungspaktes zur Bereitstellung zusätzlicher Lehrstellen nicht berücksichtigt.

Auch sei schwer abzuschätzen, inwieweit die Übernahme Jugendlicher aus Einstiegsqualifizierungen in reguläre Ausbildungen den Ausbildungsmarkt entlastet. (juh)

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