Bildung für den Nachwuchs

von Judit Hillemeyer
Freitag, 11. Januar 2008
Das Bundeskabinett hat eine Qualifizierungsinitiative beschlossen. Unter dem Titel "Aufstieg durch Bildung" hat die Bundesregierung Maßnahmen gebündelt mit dem Ziel, das deutsche Aus- und Weiterbildungswesen in "Qualität und Wirkungsbreite zu verbessern" und somit zur "Sicherung von Wachstum und Beschäftigung in Deutschland beizutragen.



"Wir müssen gemeinsam alles tun, um die Fachkräftebasis für morgen zu sichern", sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan kürzlich in Berlin.

Die Qualifizierungsinitiative sieht unter anderem Weichenstellungen in folgenden Handlungsfeldern vor:

Mehr Bildungschancen für Kinder unter 6 Jahren. Zur Unterstützung des geplanten Ausbaus der Betreuungsplätze für unter 3jährige Kinder startet im Rahmen der Qualifizierungsinitiative eine Fortbildungsinitiative für 80.000 Erzieherinnen und Erzieher und das Tagespflegepersonal.

Besondere Aufmerksamkeit soll denjenigen gelten, die sich wiederholt um einen Ausbildungsplatz bemüht haben. Das Bundesbildungsministerium und das Arbeitsministerium haben gemeinsam das Konzept "Jugend - Ausbildung und Arbeit" entwickelt, um zusätzliche Ausbildungsplätze für Altbewerber zu schaffen.

Mit einem Ausbildungsbonus für Betriebe sollen zusätzliche betriebliche Ausbildungsplätze für besonders förderungswürdige Altbewerber gewonnen werden. Der Bonus könne je nach Ausbildungsvergütung bis zu 6.000 Euro betragen.

Mit einem Ausbildungsbaustein-Programm würden Altbewerber dabei unterstützt, ihrem Ziel näher zu kommen, einen Berufsabschluss zu erreichen. Insgesamt sollen in den kommenden drei Jahren rund 100.000 Altbewerber die Chance auf einen Ausbildungsplatz bekommen.

Besonders befähigte Absolventen des dualen Systems und Berufstätige sollen die Chance auf ein Studium haben. Außerdem soll das Meister-Bafög erhöht und geprüft werden, wie der Empfängerkreis und die geförderten Weiterbildungen erweitert werden können.

Außerdem sollen die Chancen für Frauen verbessert werden. Sie sind nach wie vor in Führungspositionen in der Privatwirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung deutlich unterrepräsentiert. Ein Pakt für Frauen in den so genannten MINT-Berufen (MINT= Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) soll realistische Berufsbilder vermitteln.

Asgetrebt wird zudem mit den Ländern, Kommunen und Sozialpartnern - analog zum Ausbildungspakt - eine Weiterbildungsallianz. (juh)

Sie haben Fragen oder Anmerkungen zu diesem Artikel?
Schicken Sie eine Email an die Redaktion.

Hier können Sie die Nutzungsrechte an diesem Artikel erwerben.

Meistgelesen

stats