Lidl reicht erst mal die Adresse

von Redaktion LZ
Freitag, 09. Juli 2004
Um Nachwuchsprobleme zu lösen, versucht Lidl, nun auch die zögerlichen Bewerber zu locken - in der Hoffnung, es sind die richtigen. In einigen Filialen muss hinter der Kassenzone nur noch die Adresse in eine Box eingeworfen werden.



Bewerbung leicht gemacht: In der Darmstadt-Eberstädter Lidl-Filiale passiert der Kunde die Kassenzone und stößt unausweichlich auf eine große Box.

Die kleinen Bewerbungsbögen im handlichen Format liegen gleich daneben. Gefragt sind Auszubildende, die Führungskraft bei Lidl, in der Region Wöllstein werden wollen.

Erwünscht sind Abiturienten, die gute Mathematikkenntnisse haben. Sie sollen ihre Adresse eintragen und die Bögen in die Kiste werfen.

Schwierige Stellenbesetzung

Die Resonanz, so heißt es in Wöllstein, sei gut. Täglich gingen Bewerbungen ein. Hier sind noch fünf bis sechs Stellen zu besetzen.

Die Schwierigkeit sei, qualifizierte Bewerber zu finden, die später eine Führungsposition übernehmen können.

Vor allem Mathematik sei ein Dilemma. Dieses Rekruting-Instrument wird überall dort eingesetzt, wo noch Auszubildende gesucht werden.

Die Anzahl und Qualität der eingehenden Bewerbungen differiere innerhalb der Regionen stark. In Frankfurt beispielsweise sei dieser Weg nicht nötig. (ba)

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