Männer als Vorgesetzte bevorzugt

von Redaktion LZ
Freitag, 28. September 2007
LZ|NET. Könnten sich Deutschlands Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer das Geschlecht der eigenen Führungskraft aussuchen, so würden sich mehr als doppelt so viele Personen für einen Mann entscheiden.



Vor die Wahl gestellt, plädiert ein Drittel der Befragten (35 Prozent) für einen männlichen Vorgesetzten, während ein Siebtel (14 Prozent) lieber eine Chefin hätten. Allerdings hegt die Hälfte aller Beschäftigten in Deutschland (52 Prozent) keine bestimmte Vorliebe bezüglich des Geschlechts der eigenen Führungskraft. Dies ergab eine repräsentative Befragung des IFAK Instituts aus Taunusstein. Dazu wurden im Frühjahr diesen Jahres 2000 Erwerbstätige in Deutschland interviewt.

Die Studie zeigt auch, dass Frauen dieses Thema wichtiger ist als ihren männlichen Kollegen: Nur vier von zehn Arbeitnehmerinnen (40 Prozent), aber sechs von zehn Arbeitnehmern (62 Prozent) ist es gleich, ob ihre Führungskraft ein Mann oder eine Frau ist. Sowohl Männer wie Frauen favorisieren einen männlichen Vorgesetzten. 30 Prozent der Männer und 40 Prozent der Frauen wollen lieber einen Chef. Chefinnen werden dagegen nur von 9 Prozent der Männer und 20 Prozent der Frauen bevorzugt.

Bei dieser Entscheidung spielt die Erfahrung der Befragten eine große Rolle: Von Beschäftigten mit einem männlichen Vorgesetzten würden sich 40 Prozent wieder für einen Chef entscheiden und nur 8 Prozent für eine Chefin. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die derzeit eine Vorgesetzte haben, würden sich ebenfalls mehrheitlich (33 Prozent) wieder für eine Frau als Führungskraft aussprechen und nur 21 Prozent für einen Chef.

38 Prozent der Mitarbeiter im Handel, die für eine Chefin arbeiten, würden auch wieder eine Frau bevorzugen. Ebenso viele gaben an, keine Präferenz zu haben. 45 Prozent, die einen Chef haben, würden auch wieder einen Mann wählen.

In den Umfrageergebnissen spiegelt sich damit auch die Tatsache wider, dass die Erfahrungen mit weiblichen Vorgesetzten noch immer weitaus seltener sind als mit männlichen. Aktuell arbeiten nur knapp ein Viertel der Erwerbstätigen für eine Chefin.

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