Austrittsalter oftmals festgelegt

von Redaktion LZ
Freitag, 21. Januar 2005
Manager scheiden in Deutschland wesentlich später aus dem Berufsleben aus als der Durchschnitt der Arbeitnehmer. Deutsche Arbeitnehmer gehen mit einem Durchschnittsalter von 59 Jahren in den Ruhestand.



In den oberen Etagen ist das oftmals anders: So steigen gerade einmal 10 Prozent der Vorstände und Geschäftsführer in diesem Alter aus dem Berufsleben aus. Das Gros der befragten Vorstände und Führungskräfte arbeitet länger - 73 Prozent der Ruheständler sind bei ihrem Eintritt 62 Jahre und älter, wie die Studie "Alter von Vorständen und Geschäftsführern bei Austritt aus dem Berufsleben" der Kienbaum Executive Consultants ergab.

In insgesamt 42 Prozent der befragten Unternehmen gibt es für Vorstände und Geschäftsführer ein maximales Alterslimit. Beteiligt haben sich an der Untersuchung insgesamt 107 Unternehmen aller Größenklassen und Branchen.

Die Festsetzung des Austrittsalters entspricht dem ermittelten Meinungsbild. So vertreten lediglich 34 Prozent der Befragten die Auffassung, dass die Führungskräfte ihr Ausscheiden in den Ruhestand selbst bestimmen sollten.

Ein vertraglich determiniertes Austrittsalter erhöhe die Planungssicherheit hinsichtlich der frühzeitigen Nachfrageregelung, so die Experten.

Mehr Transparenz

Zudem schaffe sie als Zeichen einer stringenten und kohärenten Unternehmenspolitik ein gesteigertes Maß an Transparenz. Dementsprechend begründen knapp 44 Prozent der befragten Unternehmen ihre Entscheidung, dass Führungskräfte nicht länger als bis zur Vollendung des 64. Lebensjahres arbeiten sollten mit der "besser planbaren Nachfolgesicherung."

Dagegen führen 46 Prozent "die höhere Flexibilität in der Anpassung der Unternehmenspolitik auf veränderte Rahmenbedingungen" an.

Nach der Begründung befragt, warum Vorstände und Geschäftsführer länger als bis zur Vollendung des 64. Lebensjahres arbeiten sollten, dominiert bei den Verantwortlichen das Argument "längere Nutzung des Erfahrungsschatzes" mit 38 Prozent.

Die "höhere Kontinuität in der Unternehmensführung und gegenüber Geschäftspartnern" wurde von 27 Prozent, die "Vermeidung von Know-how-Verlust für das Unternehmen" von 23 Prozent genannt. (ba)

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