Motivation ist der Arbeitsmotor

von Judit Hillemeyer
Freitag, 13. August 2004
Längere Arbeitszeiten und das Lernen in der Freizeit sind für deutsche Manager kein Tabu. Zu diesem Ergebnis kommt die Untersuchung „Leadership und Leistung“ der Akademie für Führungskräfte in Bad Harzburg.



Befragt wurden 342 deutsche Manager und Managerinnen nach ihrem Leistungsverhalten. Ein wesentliches Ergebnis: Der Cheffaktor spielt eine größere Rolle als der Geldfaktor.

Vor allem Führungskräfte sind diejenigen, die zur Leistung anregen und motivieren. Knapp 51 Prozent der Befragten gaben an, 81 bis 100 Prozent ihrer möglichen Leistungskraft für das Unternehmen abzurufen und einzubringen.

Jeder Zweite hat sich für sein Berufsleben klare Ziele gesteckt und ist bereit, etwas dafür zu tun. Dazu gehören auch längere Arbeitszeiten.

Die so genannten weichen Faktoren spornen zu Leistung an: Spaß an der Arbeit, gute Zusammenarbeit mit den Vorgesetzten und Eigenständigkeit. Als alarmierend bezeichnen die Analysten, dass 22,1 Prozent den Grund für fehlende Leistung mit „Angst am Arbeitsplatz“ in Verbindung bringen.

Zurückhaltende Mobilität

Weiterbildung in der Freizeit scheint selbstverständlich: 76 Prozent haben nichts dagegen, nach Feierabend und am Wochenende zu lernen.

Deutlich unflexibler zeigten sich die Befragten in Sachen Mobilität: 51 Prozent würden einen Ortswechsel der Karriere zuliebe in Kauf nehmen.

Nur 6,6 Prozent würden ein geringeres Einkommen akzeptieren, wenn der neue Job den eigenen Karrierezielen entspricht.

Fazit: Es liegt nicht an unzureichender Vergütung, ebenso wenig wie an schlechter technischer Ausstattung und auch nicht an fehlendem Know-how, wenn Managerinnen und Manager die innere Handbremse gezogen haben, so die Bad Harzburger Analysten.

Leistung werde vor allem dann blockiert, wenn zu wenig kommuniziert (juh)

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