Studie der Wertekommission Manager fordern Wertschätzung

von Redaktion LZ
Freitag, 08. August 2014
LZnet. Führungskräfte in Deutschland legen größten Wert auf persönliche Wertschätzung und individuelle Entwicklungsmöglichkeiten in ihren Unternehmen. Sie erkennen aber gerade in dieser für sie zentralen Wertedimension die größte Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit – mit negativen Auswirkungen auf ihre Motivation.
Zugleich hat die Bedeutung des Wertes Integrität vor dem Hintergrund der jüngsten Manipulations- und Korruptionsfälle in der Wirtschaft weiter zugenommen. Dies sind zentrale Ergebnisse der nunmehr sechsten Führungskräftebefragung durch die Wertekommission und das Reinhard-Mohn-Institut für Unternehmensführung und Corporate Governance (RMI) der Universität Witten/Herdecke.

Mehr als 350 Führungskräfte aller Altersgruppen und Unternehmensgrößen aus Deutschland haben daran teilgenommen. Neun von zehn stammen aus dem mittleren oder dem Top-Management.

"Eine möglichst große Übereinstimmung zwischen persönlichen Werten der Führungskräfte und den Unternehmenswerten erhöht die intrinsische Motivation und fördert das eigenverantwortliche Handeln", kommentiert Ludger Heidbrink. Er ist Gastprofessor am RMI und Vorstandsmitglied der Wertekommission.

Unternehmen seien daher gut beraten, gerade den weit verbreiteten Wunsch nach Wertschätzung, persönlicher Entwicklung und möglichst großen Entscheidungsspielräumen durch eine entsprechende Kultur zu unterstützen. Auch die ausgefeiltesten Compliance-Systeme könnten dies nicht ersetzen.

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