Fachkräftemangel in Europa

von Judit Hillemeyer
Freitag, 27. Januar 2006
Der Fachkräftemangel ist neben dem Kostenmanagement eines der wesentlichen Probleme in Westeuropa, Nordamerika und Japan. Das hat eine internationale Umfrage im Auftrag des Beratungsunternehmens KPMG unter 232 Vorständen und Führungskräften des produzierenden Gewerbes ergeben.



Rund 45 Prozent der Befragten bezeichnen den Mangel an Fachkräften als eine der wichtigsten Herausforderungen, 48 Prozent nennen die Kontrolle der Kosten. Nur noch jedes vierte Unternehmen (26 Prozent) glaubt, seine Profitabilität in den kommenden drei Jahren durch mehr Innovationen steigern zu können.

Die wachsende Konkurrenz komme beispielsweise im Bereich Elektrotechnik und Maschinenbau vor allem aus China oder Indien. Zwei Drittel der Befragten nannten als wichtige Standortfaktoren außerdem die Arbeitskosten, 57 Prozent die Nähe zu Schlüsselmärkten und für die Hälfte der Befragten hat die logistische Infrastruktur eine wichtige Bedeutung.

Darüber hinaus hat die Umfrage wiederum bestätigt, dass Europa im Vergleich zu Amerika und Asien zu wenig in Forschung und Entwicklung investiere. Wie aus Statistiken der OECD hervorgeht, gelte dies für alle europäischen Staaten mit Ausnahme von Deutschland, Schweden und Dänemark. (juh)

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