Investition in Qualifikation

von Judit Hillemeyer
Freitag, 11. September 2009
Jens Plachetka
Jens Plachetka
Der Markenverband mit Sitz in Berlin hat die Markenakademie gegründet. Kooperationspartner der Weiterbildungsinstitution ist die European Business School (EBS) in Oestrich-Winkel.



Jens Plachetka, Geschäftsführer H.J. Heinz GmbH

"Wir hoffen, dass sich Unternehmen gerade jetzt darauf besinnen, dass man mehr denn je auf Fachkräfte angewiesen ist", sagt Jens Plachetka. Der Geschäftsführer für Deutschland, Österreich und die Schweiz bei Heinz in Düsseldorf und Vorstandsmitglied im Markenverband meint damit Investition in Qualifikation.

Mit diesem Anspruch ging diese Woche die Markenakademie an den Start. Träger der neu gegründeten Einrichtung sind die Markenartikel Service GmbH und die EBS Executive Education GmbH im Rahmen eines Kooperationsvertrages. Der erste Kurs startete diese Woche.

Martin Ruppmann
Martin Ruppmann, Geschäftsführer Markenverband

Die Idee der beruflichen Weiterbildung kam von Verbandsmitgliedern. "In Gesprächen haben wir schon vor Jahren festgestellt, dass das Thema Mitarbeiterförderung insbesondere in der Markenführung ein großes Anliegen der Unternehmen ist", erläutert Verbandsgeschäftsführer Martin Ruppmann.

Groß sei insbesondere der Wunsch nach Weiterbildung im Mittelstand der Konsumgüter- und Dienstleistungsbranche. "Viele Unternehmen haben ein hohes Interesse an Schulungsveranstaltungen für ihren Nachwuchs. Sie fanden jedoch bislang keine angemessenen Lehrgänge für ein vernünftiges Preis-Leistungsverhältnis", so Ruppmann. So entstand die Idee zur Akademie.

Ziel ist es, die Bildungsstätte als Qualifizierungs- und Weiterbildungsinstitution für Marketing und Markenführung zu etablieren. Im Fokus steht die Verbindung von Theorie und Praxis. Verantwortlich für das Curriculum sind Roland Mattmüller, Inhaber des Lehrstuhls für Strategisches Marketing an der EBS, sowie Oliver Nickel, der die Akademieleitung übernommen hat.

Zu den Inhalten gehören Markenforschung und -führung mit ihren strategischen und operativen Aspekten sowie Controlling. Geplant sind Fallbeispiele unterem anderem von Kühne, Nestlé, Klosterfrau und der Deutschen Bahn. Damit die Referenten aus den Unternehmen den Lehransprüchen genügen, erhalten sie an der Akademie eine didaktische Schulung.

Zielgruppe sind Nachwuchskräfte und Quereinsteiger mit zwei bis drei Jahren Berufserfahrung. Das Kursprogramm ist modular aufgebaut und kann flexibel belegt werden. Am Ende steht eine zertifizierte Abschlussprüfung. "Ein Eckpfeiler der Akademie ist die Möglichkeit zum Netzwerken", erklärt Plachetka.

Eine erste Chance dazu bietet den Teilnehmern ein Kamingespräch mit Persönlichkeiten aus der Markenartikelwirtschaft. Ein jährliches Alumni-Treffen soll dafür sorgen, dass die Kontakte erhalten bleiben. (juh)

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