Arbeitgeberranking Markenschmieden locken Nachwuchs

von Christiane Düthmann
Freitag, 02. Mai 2014
Rewe und Lidl entern Bestenliste
LZ-Grafik
Rewe und Lidl entern Bestenliste
dm-Drogeriemarkt ist erneut das bestplatzierte Handelsunternehmen unter den Lieblingsarbeitgebern branchenaffiner Studenten in Deutschland. Mars, Rewe und Lidl steigen neu in das Top-30-Ranking ein, das vom Trendence-Institut exklusiv für die LZ erstellt wird.
Der letztjährige Shootingstar kann seine Position verteidigen: Drogeriemarktbetreiber dm liegt auch in der diesjährigen Sonderauswertung des Trendence-Absolventenbarometers für die LZ wieder auf dem 17. Rang. Damit ist das Unternehmen zugleich der begehrteste Arbeitgeber aus dem LEH in der Liste der 30 Top-Arbeitgeber besonders branchenaffiner Studenten.

Die Otto Group verliert zwei Plätze und landet auf Position 27. Rewe und Lidl können sich als Neueinsteiger über Rang 28 und 29 freuen. Aldi Süd, 2013 an 28. Stelle, hat es in diesem Jahr nicht unter die 30 Besten geschafft. In der Gesamtauswertung des Trendence-Absolventenbarometers liegt das Unternehmen mit Platz 70 gleichauf mit Rewe und vor seinem Discount-Konkurrenten aus Neckarsulm (78). dm erreicht Position 35.

Kaum Bewegung in der Spitzengruppe

Auf den Spitzenplätzen der Sonderauswertung gibt es wenig Bewegung. Die großen internationalen Markenschmieden stellen einmal mehr ihre Attraktivität als Jobadressen für den akademischen Nachwuchs unter Beweis. Adidas und Unilever führen das aktuelle Ranking an, gefolgt von Beiersdorf (3) und Red Bull (4), die in diesem Jahr die Plätze getauscht haben.

Den Energydrink-Hersteller haben branchenaffine Studenten erst seit 2012 auf dem Radarschirm bei der Jobsuche. Damals konnte er sich von Null auf den 11. Platz katapultieren. Coca-Cola findet sich in diesem Jahr erneut an 5. Stelle, Nestlé verbessert sich auf Rang 6. Mars meldet sich zurück in den Top 30 und erklimmt Platz 24.

Betrachtet man die Gesamtauswertung, ist Unilever der bei den Studenten beliebteste Vertreter der FMCG-Branche mit Platz 19. Auch hier hat sich Red Bull etabliert: Das Unternehmen findet sich auf Position 21 – eine Verbesserung um einen Platz gegenüber 2013.

Kürzere Wochenarbeitszeit, geringeres Gehalt

Tendenziell erwarten die Studenten in der Sonderauswertung mit 43,6 Stunden in der Woche eine geringfügig geringere Arbeitszeit als die des gesamten Absolventenbarometers (44,5 Stunden). Gleichzeitig sind ihre Wünsche in puncto Bezahlung bescheidener. Während die Gesamtbefragten ein Einstiegsgehalt von 44.000 Euro (Grundgehalt plus Bonus) im Jahr erwarten, sind es bei den Studenten mit Affinität zur FMCG-Branche nur 42.200 Euro im Jahr.

Bei der Wahl ihres zukünftigen Arbeitgebers achten die jungen Leute vor allem auf die Attraktivität der Arbeitsaufgaben. Auf einer Skala von minus 2 (unwichtig) bis plus 2 (sehr wichtig) landet dieses Kriterium bei 1,6. Beinahe ebenso entscheidend findet die Zielgruppe die Faktoren persönliche Entwicklung, Kollegialität, Wertschätzung der Mitarbeiter und Work-Life-Balance (alle 1,5).

Karriereperspektiven und ein guter Führungsstil werden mit jeweils 1,4 bewertet. Weiterbildungsmöglichkeiten und ein sicherer Arbeitsplatz sind den Studenten ebenfalls wichtig (beide 1,3), gefolgt von Chancengleichheit (1,2). Den geringsten Zuspruch finden Status und Prestige. Sie landen auf dem letzten Platz mit 0,0.

 

(cd)

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