Pausenkultur fördert die Kommunikation

von Judit Hillemeyer
Donnerstag, 06. November 2008
"Das Thema Pausenkultur ist in den Unternehmen angekommen", resümiert Janina Hillgrub, Marketing Communication Professional bei Mars Drinks, den positiven Trend im "Ultima Office" Forum auf der Orgatec-Messe in Köln.



Bei 42 Prozent der befragten Führungskräfte ist der Begriff "Pausenkultur" mittlerweile fester Bestandteil der Unternehmenskultur und liegt somit nur knapp hinter dem Begriff der "Work-Life-Balance", der in rund der Hälfte der befragten Unternehmen eine Rolle spielt.

Die meisten Unternehmen sind bereit, für die Erholung und das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter zu investieren: In 73 Prozent der befragten Unternehmen sind Einrichtungen für die Pausengestaltung vorhanden. In der Mehrzahl handelt es sich dabei um konventionelle Einrichtungen wie Kantine, Pausenraum oder Kaffeeküche.

Bei innovativeren Angeboten sind die Unternehmen noch deutlich zurückhaltender: Weniger als ein Zehntel der befragten Unternehmen verfügen zum Beispiel über Garten oder Terrasse, Leseecke oder Kaffee-Lounge.

Grundsätzlich sind die Führungskräfte überzeugt, dass vorhandene Pauseneinrichtungen nicht nur das Wohlbefinden der Mitarbeiter erhöhen, sondern auch weitere positive Effekte haben: "70 Prozent der Manager meinen, dass diese für ein besseres Wir-Gefühl sorgen und die Vernetzung stärken", so Janina Hillgrub.

72 Prozent der Führungskräfte bestätigen, dass Pauseneinrichtungen die abteilungsübergreifende Kommunikation fördern, zwei Drittel der Befragten meinen sogar, dass Pausenangebote zu einer kürzeren Problemlösungsdauer bei den Mitarbeitern beitragen.

Wichtig sei es aber auch, dass solche Räume entsprechend angenehm gestaltet seien, so die Erkenntnis. Denn je mehr eine Pauseneinrichtung zum Verweilen einlädt, umso mehr wird diese für kommunikative Anlässe genutzt - für informelle wie für dienstliche Gespräche.

Auch die Geschäftsführung nutzt solche Orte für die interne Kommunikation: In zwei Drittel der befragten Unternehmen stehen hier Info-Tafeln, Aushänge, ein schwarzes Brett oder ähnliche Informationsquellen zur Verfügung.

So zeigt sich: Je höher der "Wohlfühlfaktor", umso stärker die Verbundenheit und die Durchdringung von Informationen über alle Hierarchien hinweg. Hinzu kommt ein weiterer Aspekt: Auch angesichts des "War for Talents" trägt eine angenehme Arbeitsatmosphäre dazu bei, dem Unternehmen zusätzliche Pluspunkte im Kampf um begehrte Arbeitskräfte zu verschaffen. (juh)

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