Schöner arbeiten bei Mars Drinks

von Judit Hillemeyer
Freitag, 30. November 2007
Mars Drinks schafft eine Arbeitskultur, die Produktivität und den ungezwungenen Informationsaustausch sowie Kreativität direkt miteinander verbinden soll. Der Hersteller erhofft sich davon eine durchlässige Kommuinkation.



Ein apologetisches Bekenntnis zum Großraumbüro ist auch der Neubau von Mars Drinks in Verden. Das Konzept trägt zudem einer individuellen Pausengestaltung Rechnung. Im September ist die Belegschaft eingezogen. Alle scheinen zufrieden. Was kein Wunder ist, sind doch die Wünsche der Mitarbeiter, vertreten durch das Team "Schöner arbeiten", von Anfang an berücksichtigt worden. "Uns war es wichtig, in dem Großraumbüro kommunikative Zonen zu schaffen, in denen ein ungezwungener Austausch möglich ist", sagt General Manager Friedrich-Georg Lischke.



Pausen sind ambivalent. Sie dienen der Ruhe, aber auch dem fachlichen oder informellen Gespräch. Gerade im Büroalltag werden sie individuell wahrgenommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die Mars im Jahr 2006 branchenübergreifend unter deutschen Personalentscheidern durchführte. Dem Ergebnis wurde Rechnung getragen.

In dem U-förmigen Großraumbüro, in dem rund 65 Menschen arbeiten, wurden zwei Kommunikationsinseln mit Sitzgelegenheiten und Stehtischen eingerichtet. Der Sitzgruppe im Eingangsbereich ist eine Bibliothek zugeordnet - ausgestattet mit Fachliteratur und Tageszeitungen. Dort wird nicht nur gelesen, sondern via MP3-Player auch Musik gehört. Von dieser Unit Area aus führt der Weg zu verschiedenen Ruhe-, Entspannungs- und Besprechungsräumen.

Im Think Tank können Mitarbeiter ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Dieser Raum namens Zen ist spartanisch und nüchtern ohne EDV-Anschluss eingerichtet , während das Kaminzimmer Wohnzimmercharakter hat. Es bietet Rückzugsmöglichkeit und lädt zum persönlichen Gespräch ein. Hier finden Personalgespräche statt.

Die insgesamt sechs verschiedenen Besprechungszimmer tragen die Namen der Ländermärkte, in denen das Unternehmen aktiv ist. In einem ist eine fernsehgebundene Spielkonsole (Wii) installiert, die für kurze Ablenkungsmanöver sorgt. In einem anderem steht ein Tischkicker.

"Pausenräume im direkten Arbeitsumfeld sind Kontaktpunkte", sagt Lischke. Sie bieten eine ungewohnte Form der Kreativität und Kommunikation. Mit dem Neubau konnte das umgesetzt werden. Entwickelt wurden die Ideen von den Mitarbeitern in enger Zusammenarbeit mit einem Hamburger Büro für Innenarchitektur. Die Personalabteilung trug die Projektverantwortung bei der Konzeptumsetzung. Die Arbeitszufriedenheit ist für Lischke keine Überraschung: "Wenn Mitarbeiter früh in das Arbeitsplatzkonzept integriert werden, ist die Identifikation relativ stark".

Idee, Konzept und Umsetzung sind für den General Manager auch eine Form des Personalmarketings. "Ressourcenmanagement ist ein Wettbewerbsfaktor, von dem leistungsorientierte und motivierte Mitarbeiter profitieren".

Großraumbüro und Pausenkultur - "auf diesem Wege muss kein Vorschlagswesen aufgesetzt werden, weil Kollegen auch mal zwischendurch ihrem Chef Ideen vortragen können." Und es gibt noch einen Effekt: "Wir haben Augen und Ohren offen, um uns ein rundes Bild von der Realität zu machen - und zwar aus allen Winkeln."

(juh)

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