Mestemacher fördert Frauen in Führungspositionen

von Redaktion LZ
Freitag, 24. September 2004
Prof. Dr. Helga Rübsamen-Waigmann, Vizepräsidentin und Leiterin der weltweiten Anti-Infectiva Forschung der Bayer Health Care AG, wird heute in Berlin zur "Managerin des Jahres" gekürt.

Mit dem Ziel, die Gleichstellung von Frau und Mann in der Wirtschaft zu fördern, wurde der von der Mestemacher-Gruppe gestiftete Preis bereits zum dritten Mal verliehen.

Die Initiatorin der Auszeichnung ist Prof. Dr. Ulrike Detmers, Mitinhaberin und wissenschaftliche Beirätin beim Gütersloher Vollkornspezialist und Professorin für Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Bielefeld.

Sie will damit Spitzenfrauen in der Wirtschaft hervorhheben und die europäische und deutsche Gleichstellungspolitik unterstützen.

Mit Prof. Dr. Helga Rübsamen-Waigmann wurde eine Managerin ausgezeichnet, die die Anti-Infecta Forschung der Bayer Health Care weltweit leitet und zudem Familie und Beruf vereinbart.

Karriere und Familie

Dafür bekam sie die Silberstatue Oeconomia sowie ein Preisgeld in Höhe von 5 000 Euro überreicht, das für soziale Zwecke bestimmt ist.

Rübsamen-Waigmann ist neben der Virusforschung auch für die Entdeckung innovativer Antibiotika zuständig und als Professorin in Frankfurt tätig. Und das hat die Mutter eines Sohnes "ausschließlich durch private Lösungen" unter einen Hut gebracht.

So ist sie davon überzeugt, dass Menschen in ihrer Position dazu beitragen müssen, dass mehr Frauen Familie und Karriere verbinden können.

Das ist auch ein Anliegen von Ulrike Detmers: In Deutschland gebe es nachweisbar keinen Unterschied zwischen der Anzahl hochqualifizierter Frauen und Männer, wie die Erhebungen des Statistischen Bundesamtes 2002 zeigten.

Gleichzeitig, so schätzt Detmers, bekleideten nur 2,5 Prozent dieser Frauen Leitende Positionen. Auf Vorstandsebene sah es noch schlimmer aus: Von 525 Vorstandsposten in den 100 größten Unternehmen waren nur sieben von Frauen besetzt.

So verwies auch Festrednerin Renate Schmidt, Bundesministerin für Familie, Soziales und Jugend darauf, dass die Wirtschaft auf die Potenziale hochqualifizierter Frauen nicht verzichten könne.

Zumal eine familienfreundliche Unternehmenskultur zu besseren Renditen führe. (ba)

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