Metro C+C schaut auf die freiwilligen Leistungen

von Hans Jürgen Schulz
Freitag, 15. April 2011
Metro Cash + Carry Deutschland hat mit dem Gesamtbetriebsrat eine Vereinbarung zur Mitarbeitervergütung geschlossen. Die übertariflichen Zulagen der Metro-C+C-Mitarbeiter bleiben danach zunächst erhalten, werden aber mit späteren Tariferhöhungen verrechnet.
Die Vereinbarung ist im Zuge der in diesem Jahr erfolgten Fusion von Metro Cash + Carry und Schaper getroffen worden. Sie soll dafür sorgen, dass beide Sparten eine einheitliche Vergütungsstruktur erhalten. Treibende Kraft dabei war die Arbeitgeberseite, die dem Vernehmen nach steigende Personalkosten bei Schaper verhindern wollte.

Denn bei Weihnachts- und Urlaubsgeld waren die Metro C+C-Mitarbeiter bislang besser gestellt als die Schaper-Beschäftigten. Die Metro C+C- Mitarbeiter erhalten als eine freiwillige Leistung übertarifliches Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Dieses Extra gibt es bei Schaper nicht. Und die Schaper-Kollegen werden auch künftig nicht in den Genuss dieser freiwilligen Zusatzleistung kommen.

Für die Metro C+C-Mitarbeiter bleibt diese Zulage dagegen zunächst vollständig erhalten, sie wird aber mit späteren Tariferhöhungen verrechnet. Sollte es im Zuge der Tarifverhandlungen zu Entgeltsteigerungen kommen, werden diese in den Jahren 2011 bis 2013 zu 50 Prozent und im Jahr 2014 zu 100 Prozent angerechnet. In diesem Fall würden die übertariflichen Leistungen mittelfristig auslaufen.

In diesem Jahr hingegen erhalten die Mitarbeiter von Metro C+C sogar etwas mehr Geld, weil ihre Zulagen auf alle 12 Monate des Jahres verteilt werden und jeweils monatlich mit dem Gehalt ausgezahlt werden. Dadurch sinkt die Steuerbelastung, und der Mitarbeiter erhält einen höheren Netto-Lohn.

Zugleich haben Geschäftsführung und Arbeitnehmervertreter vereinbart, ein neues Erfolgsbeteiligungsmodell für die Mitarbeiter aller Metro-C+C-Betriebe einzuführen. In einer gesonderten Betriebsvereinbarung sollen die Erfolgskriterien und die Handhabung festgelegt werden. In dieser Frage sollen bald Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern aufgenommen werden. (hjs)

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