Über den eigenen Tellerrand hinaus schauen

von Redaktion LZ
Freitag, 15. Oktober 2004
LZ|NET. Zur Weiterbildung des akademischen Nachwuchses setzt Metro auf das so genannte "Metro Business Programme". Ab dem kommenden Jahr wird das Konzept auf die Zielgruppe des mittleren Managements erweitert - in Kooperation mit der WHU.



In der Wissenschaftlichen Hochschule für Unternehmensführung (WHU) in Vallendar am Rhein trifft sich der akademische Nachwuchs des Metro-Konzerns.

Das so genannte "Business Programme" soll den Kandidaten weit reichende Einblicke in die komplexe Welt des Handels und des Metro-Konzerns ermöglichen.

Eine Zielgruppenerweiterung ist für das kommende Jahr geplant - dann wird an der WHU neben dem Nachwuchs auch das mittlere Management des Handelsunternehmens geschult.

Bildung für Berufsanfänger

2000 wurde das "Metro Business Programme" für Jungakademiker ins Leben gerufen. "Unsere Intention war es, eine Weiterbildung für Berufsanfänger mit Hochschulabschluss in einem internationalen Rahmen zu schaffen", so Thomas Hamela, zuständig für das Programm bei der Metro AG, Düsseldorf.

Die Maßnahme bildet den Sockel innerhalb des Metro-Weiterbildungskonzeptes.

Konzeptionell baut diese Fortbildung auf zwei Säulen auf: Aufbau von Wissen sowie von Netzwerken. Inhaltlich steht die Metro-Welt im Gefüge nationaler und internationaler Handelsstrukturen im Mittelpunkt.

Die Teilnehmer sollen, so Hamela, über den eigenen Tellerrand hinaus schauen und die Metro-Group aus verschiedenen Perspektiven kennen lernen.

Netzwerke bilden

Über die Vorlesungen hinaus sollen die Kandidaten die Fortbildung auch zur Bildung von Netzwerken nutzen, erläutert Professor Dr. Martin Fassnacht, Lehrstuhlinhaber an der WHU für Betriebswirtschaftlehre und Marketing.

Das stärkt die Identifikation mit der Metro-Familie. "Unterstützt wird dieser Aspekt", so Fassnacht, "auch durch ein geselliges Rahmenprogramm."

Die Vorlesungen bestreitet Metro in Kooperation mit der Hochschule in Vallendar. Während sich die WHU-Professoren vor allem auf allgemeine wissenschaftliche Handelsthemen konzentrieren, stellen Metro-Manager ihren persönlichen Verantwortungsbereich mit seinen spezifischen Anforderungen vor.

Unterricht auf Englisch

Letztere bestreiten den größeren Vorlesungsanteil. Auf der Agenda stehen Themen wie Logistik, Efficient Consumer Response (ECR), Internationale Strategien, Kundenbindung, Ladengestaltung und Personalmanagement.

Pro Jahr nehmen 75 Metro-Kandidaten an dem Programm teil. Die Gruppenstärke pro Durchgang beträgt 25 Personen - zwei Drittel Männer, ein Drittel Frauen. Die Auserwählten gehören in der Regel zwei bis drei Jahre dem Konzern an.

Sie kommen aus allen Vertriebs- und Servicegesellschaften und Ländern. Darunter sind Controller, Assistent Storemanager, Store-Geschäftsführer und Assistent Brand Manager, Projektmanager sowie Mitarbeiter der Personalabteilung.

Da die Teilnehmer aus allen Ländern kommen, in denen Metro aktiv ist, ist die Unterrichtssprache Englisch.

Straffung des Programms

Eine organisatorische Straffung des Programms ist für 2005 geplant. Was bislang auf drei Unterrichtsblöcke, verteilt auf dreieinhalb Tage in drei Monaten gelehrt wird, wird künftig in einer Woche gebündelt.

Hintergrund ist eine Reduzierung der Reisekosten, denn die Teilnehmer kommen unter anderem aus Russland und Asien. Und: Ein Kompaktkurs ermöglicht leichter längerfristige Kontakte im Vergleich zu einer organisatorisch auseinander gerissenen Bildungsveranstaltung, so Fassnacht.

Das Konzept wird im kommenden Jahr eine Zielgruppenerweiterung erfahren. Das "Metro Business Programme Advanced" wendet sich speziell an das Mittelmanagement.

Praxisorientierte Inhalte

Diese Veranstaltung besitzt einen deutlich stärkeren Anteil an praxisorientierten Inhalten. Im Mittelpunkt steht die Vermittlung strategischer Handelskonzepte in didaktisch interaktiver Form.

Dabei geht es beispielsweise um Projektarbeit und die Zusammenarbeit mit Führungskräften. Manager auf der mittleren Ebene haben bereits Führungsaufgaben und Personalverantwortung inne.

Die Teilnehmerzahl dieser Fortbildung wird sich auf 40 im Jahr beschränken, so Hamela. Die beiden Business-Fortbildungen sind weder aufeinander aufbauend noch inhaltlich identisch, sondern als Einzelveranstaltungen konzipiert, da sie unterschiedliche Zielgruppen ansprechen, so Fassnacht.

Die Kooperation zwischen Metro und der WHU findet insbesondere im Business-Programm statt. Die Hochschule arbeitet auf dieser Bildungsebene nur mit dem Handelsunternehmen Metro zusammen.

Sie haben Fragen oder Anmerkungen zu diesem Artikel?
Schicken Sie eine Email an die Redaktion.

Hier können Sie die Nutzungsrechte an diesem Artikel erwerben.

Meistgelesen

stats