Offene Lehrstellen bei Migros

von Judit Hillemeyer
Donnerstag, 16. Juni 2005
Die Schweizer Migros mit Sitz in Basel hat in diesem Jahr 1 035 Ausbildungsplätze zu vergeben. Trotz allgemeinen Lehrstellenmangels sind bislang noch Lehrstellen unbesetzt geblieben.



Im Vergleich zum Vorjahr hat das Unternehmen sein Lehrstellenangebot um 81 Plätze aufgestockt. Allein in den vergangenen drei Jahren konnte der Konzern insgesamt 553 neue Ausbildungsplätze schaffen.

Von den 1 035 Lehrstellen, die die Migros-Gruppe in diesem Jahr vergibt, konnten bislang 150 Plätze wegen mangelnder Bewerberzahlen nicht vergeben werden. Allein im Handelsbereich sind insgesamt noch 120 Lehrstellen zu besetzen, so eine Unternehmenssprecherin gegenüber der LZ.

Gute Chancen hätten alle, die eine zweijährige Ausbildung als "Detailhandelsassistent" oder eine dreijährige Grundbildung als "Detailhandelsfachmann" absolvieren möchten.

Bäcker haben Imageprobleme

Darüber hinaus werden Schulabgänger gesucht, die einen Beruf als Multimedia-Elektroniker, Chemielaborant, Betriebspraktiker, Kaufmann, Dekorateur, Bäcker beziehungsweise Konditor, Logistikassistent, Koch oder Metzger erlernen möchten, heißt es in einer Pressemitteilung.

Das Handelshaus ist jedoch zuversichtlich, die noch verbliebenen offenen Stellen zügig besetzen zu können. Im vergangenen Ausbildungsjahr konnten allerdings nicht alle Lehrstellen besetzt werden.

Karriere als Metzger

Schwierigkeiten gab es vor allem bei Ausbildungsberufen wie Bäcker und Metzger, die unter einem Imageproblem litten. Dabei hätten viele gelernte Metzger, die Migros in der Vergangenheit ausbildete, im Unternehmen Karriere gemacht.

Bei den Genossenschaften Genf und Luzern sind bereits alle Lehrstellen vergeben. Sämtliche offenen Stellen bei den übrigen Genossenschaften, den Migros-Industrie- und -Dienstleistungsbetrieben sind auf der Internetseite migros.ch unter der Rubrik Stellenbörse aufgelistet.

Soziale Verantwortung

Aktuell absolvieren 2 702 Jugendliche bei der Unternehmensgruppe eine Ausbildung. Migros will mit der noch einmal gesteigerten Zahl an Ausbildungsplätzen ihrer sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung als "größter privater Arbeitgeber der Schweiz" nachkommen.

Im Jahr 2004 verzeichnete die Gruppe einen Umsatz von 20,3 Mrd. Schweizer Franken. (juh)

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