Voller Lohn für junge Mütter

von Judit Hillemeyer
Freitag, 08. April 2005
Migros verlängert den Mutterschaftsurlaub im Interesse der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf auf 16 Wochen bei vollem Lohn.



Migros und ihre Sozialpartner - der Kaufmännische Verband Schweiz, der Metzgereipersonal-Verband, die Gewerkschaft Syna und die Landeskonferenz der Migros-Personalkommissionen - waren sich einig: Eine Beschränkung auf das gesetzliche Minimum - dieses sieht 80 Prozent des Lohnes während 14 Wochen vor - steht nicht zur Diskussion.

Der Landes-Gesamtarbeitsvertrag (L-GAV) soll wegweisend bleiben.

Ab Juli 2005 haben alle Mitarbeiterinnen wie bis dahin Anspruch auf 16 Wochen bezahlten Mutterschaftsurlaub bei vollem Lohn.

Dies gelt auch für die Frauen, die keinen Anspruch auf die gesetzliche Mutterschaftsentschädigung haben, weil sie nicht alle Voraussetzungen erfüllen.

Von den derzeit rund 80 000 Migros-Beschäftigten sind rund 65 Prozent beziehungsweise 52 000 Frauen. Ungefähr 30 000 dieser Frauen haben eines oder mehrere Kinder. In zwei von drei Fällen sind Mütter bei der Geburt eines Kindes erwerbstätig.

Und über 60 Prozent setzen ihre Arbeit nach der Geburt des ersten Kindes fort. Das verlangt offene Regelungen, die eine Brücke zwischen Familie und Beruf schlagen, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. (juh)

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