Beschäftigung Minijobber benachteiligt

von Redaktion LZ
Donnerstag, 22. Oktober 2015
Mitarbeiter mit sogenannten Minijobs erhalten im Vergleich zu anderen Beschäftigten seltener bezahlten Urlaub oder Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Zugleich sind sie weniger gut über ihre Arbeitnehmerrechte informiert, wie eine aktuelle Befragung von 7.500 Beschäftigten und 1.100 Unternehmen durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ergeben hat.
Insgesamt sind es 35 Prozent der Minijobber, die definitionsgemäß über maximal 450 Euro Monatseinkommen verfügen, die keinen bezahlten Urlaub erhalten, ohne dass ein rechtlich zulässiger Grund dafür vorliegt.

Von den Betrieben sagen 15 Prozent ohne Angabe eines rechtlichen Grundes, dass ihre Minijobber keinen bezahlten Urlaub bekommen. Bei der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall liegen die Anteile bei 46 beziehungsweise 21 Prozent.

Minijobber kennen ihre Rechte oft nicht

  Beschäftigte, die in Vollzeit oder in sozialversicherungspflichtiger Teilzeit arbeiten, erhalten dagegen in aller Regel bezahlten Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Von ihnen berichten zwischen 1 und knapp 6 Prozent, dass dies nicht der Fall ist, ohne dass dafür ein rechtlicher Grund besteht.

Laut Betriebsbefragung erhalten 0,3 bis 1,3 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten diese Leistungen ungerechtfertigterweise nicht. Etwa zwei Drittel der Minijobber wissen über ihre Ansprüche Bescheid, bei den übrigen Beschäftigten sind es 95 Prozent, so die Befragung.

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