Generation Y Mit Feedback-Gesprächen junge Generation führen

von Redaktion LZ
Donnerstag, 08. Oktober 2015
Konstruktiv: Die Generation Y verlangt nach regelmäßigem Austausch.
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Konstruktiv: Die Generation Y verlangt nach regelmäßigem Austausch.
lznet/we. Feedback-Gespräche sind ein leicht einzuführendes Instrument, um Probleme mit der jungen Generation zu vermeiden. Besonders Mittelständler profitieren.
"Eine Feedback-Kultur sollte Standard in jedem Unternehmen sein, aber für die Generation Y ist sie ein absolutes Muss", sagt Katja Loose. Die Hamburger Management- und Karriereberaterin legt vor allem Inhabern kleiner und mittelständischer Unternehmen nahe, dieses "hocheffiziente Mittel" zu etablieren. Ziel sei es, die Mitarbeiterführung zu verbessern und Beschäftigte deutlich besser zu binden.

Im Vergleich zu anderen Führungsinstrumenten lasse sich das Feedback-Gespräch ohne großen Aufwand einführen, gibt Loose zu bedenken. Selbst dort, wo bislang gar keine Gesprächskultur existiere, könne damit rasch begonnen werden.

Zusammenprall mit Führungskräften ist vorprogrammiert

Während ältere Arbeitnehmer auf ständige Reflexion weniger angewiesen sind, gilt sie für die Generation der 20- bis 35-Jährigen als zwingend. Vom partnerschaftlichen Erziehungsstil ihrer Eltern geprägt und stets gewohnt mitzubestimmen, prallen sie oft mit gestandenen Führungskräften aneinander, die davon ausgehen, dass ihre Anweisungen nicht hinterfragt werden.

Wie Loose aus ihrer Praxis als langjährige Personalerin berichtet, erhält die junge Generation insbesonderedurch den ständigen Austausch mit dem erfahrenen Vorgesetzten Orientierung. "Für gestandene Führungskräfte ist die Führung der jungen Generation häufig eine Herausforderung, denn plötzlich werden Verhaltensmuster von Führungskräften in Frage gestellt", so Loose. Die Generation Y formuliere, was Jugendliche früherer Jahrgänge nur gedacht, aber nicht ausgesprochen haben.

Kritik stecken Jüngere nur schwer ein

Im Austeilen stark, sind die Jungen beim Einstecken von Kritik jedoch enorm empfindlich. "Keine Angst vor Tränen", rät Loose. Der sehr wertschätzende Erziehungsstil der Eltern führe häufig dazu, dass die junge Generation kritische Äußerungen nur verträgt, wenn sie entsprechend "verpackt" werden.

Die positiven Eigenschaften hervorheben und die negativen in eine Frage ("Hast Du Ideen, wie Du das ändern kannst?") hüllen, sei Teil einer Strategie. Das lasse sich leicht trainieren, ist Loose überzeugt. Mit gut vorbereiteten Feedback-Gesprächen könne ein großer Schritt nach vorne gemacht werden. Besonders in kleinen und mittleren Unternehmen hätten sie das Potenzial, die Unternehmenskultur nachhaltig zu ändern.

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