Mitarbeiterdaten kommen oft abhanden

von Christiane Düthmann
Freitag, 20. August 2010
In sieben von zehn deutschen Unternehmen und Behörden sind in den vergangenen zwei Jahren Mitarbeiter- und Kundendaten abhanden gekommen.
Mit der Datensicherheit in Unternehmen ist es einer Studie von Accenture zufolge nicht weit her. 69 Prozent räumen ein, in den letzten zwei Jahren Mitarbeiterdaten wie Adresse, Familienstand, Angaben zum Beruf oder zu körperlichen Merkmale "verloren" zu haben.

Das hat das Beratungsunternehmen anhand einer Befragung von 5.500 Entscheidungsträgern in 19 Ländern, davon mehr als 300 in Deutschland, sowie 15.000 Verbrauchern, darunter mehr als 800 in Deutschland, herausgefunden.

Ein knappes Drittel der betroffenen Organisationen hierzulande ist im fraglichen Zeitraum sogar sechsmal oder häufiger derartiger Informationen verlustig gegangen. Auf Datenklau durch Hacker lässt sich gut jeder dritte Fall zurückführen. Bei 26 Prozent heißt die Ursache dagegen "menschliches Versagen".

Laptops, Datenträger oder Ausdrucke wurden verschlampt. Dabei sind 78 Prozent der Unternehmen davon überzeugt, die ihnen vorliegenden, personenbezogenen Angaben seien adäquat geschützt. Wovon im Übrigen auch 70 Prozent der befragten Bürger in Deutschland ausgehen.

"Datensicherheit und Datenschutz betreffen schon lange nicht mehr nur die Technologie, sondern das Verhalten und die Einstellung von Menschen", kommentiert Accenture-Experte Frank Fischer. "Firewalls und verschlüsselte Festplatten bringen wenig, wenn vertrauliche Informationen das Unternehmen auf unverschlüsselten USB-Sticks oder als Ausdruck verlassen können."
(cd)

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