Mittelschicht mit Gehalt unzufrieden

von Redaktion LZ
Freitag, 05. September 2008
Der Anteil der deutschen Arbeitnehmer, die sich nicht ausreichend entlohnt fühlen, ist von 26 Prozent im Jahr 2005 auf 35 Prozent im Jahr 2007 gestiegen. Dies ergab eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).



Ein Drittel aller Erwerbstätigen hält demnach das eigene Gehalt subjektiv für zu niedrig. In unteren Einkommensklassen herrscht größere Zufriedenheit, während besser Verdienende der Meinung sind, ein ungerechtfertigt niedriges Gehalt zu beziehen. Das Alter scheint auch eine Rolle zu spielen. Tendenziell sind Arbeitnehmer in den Altersgruppen 30 bis 35 und 50 bis 55 Jahren unzufriedener. Ab 60 sind die meisten mit ihrem Gehalt zufrieden.

Berufsqualifikation und Geschlecht sind ebenfalls von Bedeutung: Hochschulabsolventen scheinen zufriedener. Das DIW stellte außerdem einen Zusammenhang zwischen empfundener Gerechtigkeit und Arbeitsleistung fest. Ungerechtigkeitsgefühle führen danach zu mehr Krankschreibungen. Abhängige Beschäftigte, die mit ihrem Einkommen unzufrieden sind, wiesen laut Studie 2006 durchschnittlich drei Fehltage mehr auf als Personen, die sich gerecht entlohnt sehen. (gro)

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