Fachkräftemangel Mittelstand schult lieber Jüngere

von Christiane Düthmann
Mittwoch, 14. Mai 2014
Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels steigt die Bedeutung betriebsinterner Qualifizierung. Doch nicht alle Mitarbeitergruppen profitieren gleichermaßen.
Fast alle Personalverantwortlichen (95 Prozent) sehen in der Weiterbildung ihrer Mitarbeiter eine Antwort auf den Fachkräftemangel. So halten 88 Prozent der HR-Manager die Förderung ihrer Auszubildenden für sinnvoll. 86 Prozent setzen auf Mitarbeiter ab 50 Jahren und 77 Prozent auf Frauen und Männer in Elternzeit.

Dies geht aus der TNS-Infratest-Studie "Weiterbildungstrends in Deutschland" hervor, die im Auftrag der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD) durchgeführt wurde. Drei von vier Befragten sind sicher, dass die Rolle der berufsbegleitenden Weiterbildung zukünftig noch weiter steigen wird, um die Auswirkungen des Fachkräftemangels zu mildern. Auf den Zuzug von Fachkräften aus dem Ausland hingegen bauen nur 45 Prozent.

In den meisten mittelständischen Betrieben jedoch scheinen Weiterbildungsangebote an erfahrenen Beschäftigten vorbeizugehen, wie die Studie "Personaltrends im deutschen Mittelstand" der Baumann Unternehmensberatung zeigt.

Demnach werden in gerade einmal 3 Prozent der Unternehmen Schulungen besonders stark von Beschäftigten über 40 wahrgenommen. In zwei von drei Betrieben beteiligen sich vor allem jüngere Mitarbeiter. In jedem vierten Unternehmen sind alle Altersgruppen mehr oder weniger gleich stark vertreten.

(cd)

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