Schlechte Stimmung im mittleren Management

von Redaktion LZ
Freitag, 02. Juli 2010
LZnet. Wirtschaftskrise, gekürzte Boni und eine wachsende Sorge um den Arbeitsplatz führen laut einer Studie von Boston Consulting zu einem drastischen Rückgang des Mitarbeiterengagements – vor allem im mittleren Management.
In dieser Gruppe ist das Engagement laut der Untersuchung der Boston Consulting Group (BCG) um 14 Prozent gesunken. Schlecht für die Arbeitgeber, denn das mittlere Management "stellt das wichtigste Bindeglied zwischen Topmanagement und Mitarbeitern dar", sagt Gerold Frick, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP), die die Studie mit der BCG und der World Federation of People Management Association (WFPMA) durchgeführt hat.

Zudem seien Abteilungs- und Bereichsleiter dafür verantwortlich, die vom Top-Management entwickelten Strategien umzusetzen und die Mitarbeiter zu motivieren.

Zu den Gründen für die Unzufriedenheit des Mittelbaus zählen für 38 Prozent der befragten 1300 Führungskräfte die unstrukturierte Karriereplanung in den Unternehmen. 37 Prozent bemängeln, dass ein Verhalten, das nicht den Unternehmenswerten entspricht, ohne Konsequenzen bleibt.

Dass die Vergütung sich zu wenig nach der Leistung des Einzelnen richtet und die Unterstützung durch die Führungskräfte ungenügend ist, bemängeln je 35 Prozent. Rund ein Drittel ist der Meinung, dass viele Vorgesetzte nur über mangelhafte Führungsqualitäten verfügen und dass die Arbeit über die monetäre Vergütung hinaus zu wenig anerkannt wird.

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