Mittleres Management will keine Veränderung

von Silke Biester
Freitag, 26. Oktober 2012
Angst und Überlastung
LZ-Grafik
Angst und Überlastung
Die Bereitschaft zum Wandel nimmt mit der Hierarchiestufe im Unternehmen ab. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Strategieberatung Capgemini.
Während das Top-Management in deutschen Großunternehmen eine hohe Veränderungsbereitschaft an den Tag legt, nimmt diese in der zweiten und dritten Führungsebene deutlich ab. Als Ursache offenbart die aktuelle Chance-Management-Studie von Capgemini Consulting Angst vor Statusverlust, Überlastung und Frustration aus zu vielen vorangegangenen Neuerungen.

74 Prozent der befragten Manager sind überzeugt, dass Wandel nur gelingt, wenn die Mitarbeiter innerlich bereit dazu sind. Erfolgskritisch sei es deshalb, nicht nur Fakten zu vermitteln, sondern die Emotionen anzusprechen und zu begeistern.

Generation Y sieht den Wandel positiv

Zugleich werde die aufgeschlossene Grundhaltung junger Nachwuchskräfte nicht ausreichend genutzt, meinen die Studienmacher: "Gerade in der Generation Y wird Wandel eher positiv gesehen.

Somit kann man ihren Veränderungswillen nutzen, indem man sie in Entscheidungen einbindet", sagt Change-Expertin Imke Keicher. Um die Kommunikation über alle Hierarchiestufen hinweg zu vereinfachen, sei die Nutzung sozialer Medien naheliegend.

 In der Praxis spielen diese aber kaum eine Rolle. 65 Prozent der befragten Führungskräfte begründen die Zurückhaltung mit mangelner Erfahrung im Umgang mit neuen Medien. (sb)

Sie haben Fragen oder Anmerkungen zu diesem Artikel?
Schicken Sie eine Email an die Redaktion.

Hier können Sie die Nutzungsrechte an diesem Artikel erwerben.

Meistgelesen

stats