Arbeitszeit Nach 40 Stunden ist nicht Schluss

von Christiane Düthmann
Freitag, 12. Dezember 2014
In puncto Arbeitszeit gibt es nach Ansicht des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) noch viel zu tun. Das Thema steht im Mittelpunkt des aktuellen Reports "Gute Arbeit 2014."
38 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland sind bei einem Arbeitgeber beschäftigt, der sich an die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit hält, stellt der DGB fest. Bei den übrigen werde es "mit der Verbindlichkeit der Übereinkunft nicht so genau genommen". Für beinahe sechs von zehn Mitarbeitern bedeutet dies: Überstunden.



Bei 35 Prozent summieren sich bis zu fünf Stunden zusätzlich pro Woche. Sechs bis zehn Stunden kommen bei 15 Prozent zusammen, mehr als zehn Überstunden wöchentlich machen 9 Prozent der Mitarbeiter.

Sechs von zehn Beschäftigten arbeiten laut DGB-Report "Gute Arbeit 2014" 40 Stunden und mehr pro Woche. Nur bei 42 Prozent entspreche dies auch der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit. Nach ihren Wünschen befragt, möchte ein gutes Drittel 40 Stunden oder länger wöchentlich arbeiten. 29 Prozent sprechen sich für 35 bis 40 Stunden aus. Jeweils 18 Prozent würden am liebsten 30 bis 35 Stunden oder weniger als 30 Stunden erwerbstätig sein.

Chipkarte und Stechuhr messen die Arbeitszeiten von 42 Prozent der Beschäftigten. Unbezahlte Überstunden sind hier am seltensten. "Wo die Arbeitszeit nicht erfasst wird, haben Beschäftigte mehr Gestaltungsmöglichkeiten, doch sie leisten auch mehr unbezahlte Arbeit", so der Bericht. 27 Prozent tragen ihre Zeiten selbst ein. Bei 11 Prozent macht das der Chef.

(cd)

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