Die Macher von morgen

von Judit Hillemeyer
Freitag, 12. Juni 2009
Auditorium beim LZ-Karrieretag
Auditorium beim LZ-Karrieretag


Auf dem Nachwuchsforum der LZ informieren sich Studenten und Absolventen über Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten in die Konsumgüterbranche.

"Sie sind die Zukunft unserer Volkswirtschaft", so Stefan Leitz, Geschäftsführer und Vice President der Unilever Deutschland GmbH, zu den rund 220 Studierenden und High Potentials auf dem ersten LZ-Karrieretag. Sie sind aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland auf den Campus Westend der Johann Wolfgang Goethe-Universität gekommen, um sich über Karrierewege in der Konsumgüterbranche zu informieren.

Manager und junge Führungskräfte stehen auf der Bühne und im direkten Gespräch Rede und Antwort. Durch Vorträge, Unternehmenspräsentationen und an Firmenständen erfahren die Teilnehmer, welche Bewerbungsverfahren Arbeitgeber präferieren, ob es Trainee-Programme gibt oder ob der Direkteinstieg möglich ist. Individuelle Bewerbertipps erhielten die Studenten von erfahrenen Personalberatern.

Vier Manager erläutern den Studierenden die Welt des Handels. "Wer Karriere machen will, sollte offen sein für Veränderungen", sagt Leitz. Er erläutert anhand seines eigenen Werdegangs, dass Firmenentwicklungen durch Verkäufe, Fusionen und Restrukturierungen nicht vorhersehbar sind. Wer sich für einen Arbeitsplatz in der Markenartikelindustrie entscheidet, solle keinen Praxisschock bekommen, wenn er seine ersten Schritte im Supermarkt macht, so Leitz.

Bei dm-Drogeriemarkt sind Markterfahrungen ein periodisch wiederkehrendes Ritual. "Einmal monatlich arbeite ich in einer Filiale", erläutert Tommy Bacherle, dm-Sortimentsmanager. Die Unternehmenskultur des Drogeriemarktfilialisten basiert auf Transparenz. Innerhalb der Ressorts werde offen über Gehälter gesprochen, Mitarbeiter erhielten keine Dienstanweisungen sondern Empfehlungen, und eine klassische Personalabteilung gibt es nicht. Bacherles Devise: "Entwickeln Sie sich selbst, sonst werden Sie entwickelt."

In die Welt des Discounts entführt Matthias Oppitz. Er startete seine Karriere als Trainee und ist heute nationaler Vertriebsleiter bei Lidl Deutschland. Er erläutert, dass Kennzahlen- und Personalverantwortung zu den Hauptaufgaben des akademischen Nachwuchses im Discountgeschäft gehören.

Die Freundlichkeit der Beschäftigten sei für den Geschäftserfolg ebenso von Bedeutung wie Standortfragen und Sortimentspolitik. Auf die Frage einer Studentin zur Ausspionierung der Mitarbeiter versichert Oppitz: "Der Vorgang ist unentschuldbar. Wir haben daraus gelernt".

"Wer Menschen in einem Unternehmen führen will, braucht Visionen und Ziele. Und er muss seine und die Stärken anderer erkennen", betont Prof. Utho Creusen, Geschäftsführer Positive Leadership. Diese Herausforderung müsse im Ansatz emotional positiv besetzt sein, damit sie zum Erfolg führe. (juh)

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