Nappo will sich an Arbeitsschutz halten

von Judit Hillemeyer
Freitag, 13. August 2004
Die Einführung einer 60-Stunden-Woche verteilt auf fünf Arbeitstage ist dem Süßwarenhersteller Nappo, Krefeld, nicht erlaubt. Darauf hatte sich im Juli die Geschäftsleitung mit der Belegschaft verständigt.



Gemäß den tariflichen und gesetzlichen Bestimmungen dürfen Arbeitnehmer pro Tag nicht länger als zehn Stunden arbeiten, so Berndt Bleser, Geschäftsführer der Nappo Dr. Helle & Co. KG.

An diese Bestimmungen will sich der Süßwarenproduzent halten. Nappa begründete die kurzfristige Maßnahme mit der "neuen Kreditvergabepolitik der Banken".

Die gesamte Belegschaft habe sich freiwillig dazu bereit erklärt, saisonale Produktionsspitzen über die tarifliche 38-Stunden-Woche hinaus im gesetzlichen Rahmen abzudecken, betont der Geschäftsführer.

Bleser rechnet mit einem Zeitrahmen von maximal drei Monaten. Von längeren Arbeitszeiten sei im Bedarfsfall nur einer kleiner Teil der 150 Mitarbeiter betroffen. Die geleisteten Überstunden werden nach Wunsch bezahlt oder mit Freizeit ausgeglichen. (juh)

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