Ein Hauptberuf reicht nicht mehr

von Judit Hillemeyer
Donnerstag, 21. Dezember 2006
Einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zufolge stieg die Zahl der Mehrfach-Beschäftigten zwischen den Jahren 2000 und 2004 um rund 300.000 auf 1,5 Millionen. Entsprechend wuchs der Anteil der Mehrfach-Jobber von 3,6 Prozent im Jahr 2000 innerhalb von vier Jahren auf 4,7 Prozent, wie das IAB mitteilte.



Hauptgrund für den Anstieg ist den Arbeitsmarktexperten zufolge die Möglichkeit, neben einer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung auch einem Mini-Job nachzugehen.

Damit ermöglicht der Gesetzgeber seit April 2003 jeden Monat einen steuer- und abgabenfreien Zusatzverdienst von bis zu 400 Euro. Dies ist auch die häufigste Form der mehrfachen Beschäftigung: 82 Prozent haben einen sozialversicherungspflichtigen Hauptberuf und einen Mini-Job.

11 Prozent kombinieren gemäß der IAB-Studie mehrere Mini-Jobs und 7 Prozent haben mehrere sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen. "Dabei scheint vor allem die Kombination mehrerer Mini-Jobs aus der Not geboren", schreiben die Autoren der Studie.

Frauen nehmen zudem öfter einen Zusatzjob an als Männer: Mitte 2004 gingen rund 830.000 Frauen und 630.000 Männer mehr als einer Arbeit nach - damit lag der Anteil bei den Frauen mit 5,5 Prozent deutlich über dem Anteil der Männer von knapp vier Prozent. (juh)

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