Obi stellt mehr Azubis ein

von Judit Hillemeyer
Dienstag, 27. April 2004
Bild: Obi
Bild: Obi
Der Baumarktfilialist Obi wird in diesem Jahr 150 weitere Lehrstellen anbieten. Ziel ist es, der Ausbildungsmisere in Deutschland entgegenzuwirken.



150 zusätzliche Ausbildungsplätze im Einzelhandel stellt der Handelsfilialist ab sofort bundesweit zur Verfügung. Das entspricht einem Mehr von rund 25 Prozent der Gesamtausbildungsplätze bei Obi im ersten Lehrjahr.

"Andere geben Rabatte - wir geben Perspektiven", bekräftigte Ingo Schalk, OBI-Vertriebsvorstand, die spontane Aktion. "Damit wollen wir nicht nur Zeichen setzen, sondern Fakten schaffen. Dabei verstehen wir uns auch als Initialzündung für andere Unternehmen und andere Branchen."

Den Lehrstellenmangel in Deutschland, so Schalk, müsse man ernst nehmen, wenn man sich der Verantwortung als Unternehmen bewusst sei.

Auch in konjunkturell schwächeren Zeiten stelle sich OBI der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verantwortung und biete mit den zusätzlichen Ausbildungsplätzen nicht nur jungen Menschen eine Startmöglichkeit, sondern helfe auch zu garantieren, dass genügend Fachkräfte in der Branche nachwachsen.

Obi habe bereits in der Vergangheit die Ausbildungsquote mehr als erfüllt, sagte OBI-Personalgeschäftsführer Hans Frömbling bezüglich es von der Bundesregierung geplanten Gesetzes zur Ausbildungsplatzabgabe.

Trotz schwacher Konjunktur mehr Lehrstellen bieten

"Ein solches Gesetz schafft keine neuen Ausbildungsplätze, sondern bedeutet lediglich einen hohen bürokratischen Aufwand für die Unternehmen und ist damit ein Nachteil für den Standort Deutschland", so Frömbling

Insgesamt beschäftigt Obi in Deutschland zurzeit mehr als 1.350 Auszubildende in den verschiedensten Bereichen. "Fördern und fordern" lautet das traditionelle Motto.

Dabei lernen die Auszubildenden in den Märkten die Praxis vor Ort kennen und werden während der gesamten Ausbildungszeit von der Personalentwicklung des Obi Franchise Centers betreut, wo ihnen unter anderem ergänzende und zusätzliche Ausbildungsinhalte angeboten werden.

Fast alle Auszubildenden werden von dem Handelsfilialisten übernommen und haben anschließend Weiterentwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen. (juh)

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