Oetker plant in Wittlich digital

von Judit Hillemeyer
Freitag, 22. Mai 2009
Die Dr. August Oetker KG hat sich bei der Personalplanung für den Einsatz einer Lösung der Axxom Software AG entschieden. Die Implementierung erfolgt noch in diesem Jahr im Werk Wittlich.



Das System soll in Wittlich den Einsatz von bis zu 1 000 Mitarbeitern organisieren. Der Lebensmittelhersteller produziert an diesem Standort Tiefkühlprodukte wie Pizza und Pizza-Snacks. Bislang erfolgt die operative Einplanung des Personals an der Plantafel und in Excel. Die Erstellung des Personaleinsatzplanes und der automatisierte Datentransfer zwischen dem Produktionsplanungs- und -steuerungssystem (PPS), dem Excel-Planungstool und der Zeiterfassung erfordere einen hohen Aufwand, heißt es.

Zur Kostenreduktion und Erhöhung der Transparenz entschied sich Oetker für die Lösung "ORion-PI". Das System ermöglicht eine Personalbedarfsermittlung anhand der Produktionsaufträge. Dazu lassen sich die Arbeitspläne je Produkt und Anlage inklusive der Qualifikationen und Lohngruppen abbilden. Für die Bedarfsermittlung erfolgt eine Verkettung von Fertigungsaufträgen und Arbeitsplänen. Darauf aufbauend wird automatisch der Personaleinsatzplan durch einen Abgleich mit den vorhandenen Mitarbeiterverfügbarkeiten erstellt.

Der Personaleinsatzplan lasse sich mithilfe einer intuitiv bedienbaren grafischen Oberfläche interaktiv ändern, heißt es bei Axxom. Zudem ließen sich verschiedene Szenarien simulieren. Dadurch werde die Entscheidungsfindung für den Planer erleichtert. Das System biete darüber hinaus unterschiedliche Darstellungsformen der Einsatzpläne - etwa als Wochen- oder Tagesplan, speziell für einen Mitarbeiter pro Aufgabe oder für Organisationseinheiten und Anlagen. Auch eine Betrachtung und -bewertung von Produktionsplänen hinsichtlich Kosten je Anlage und Personal ist möglich.

Axxom präsentiert mit dem Programm ein neues Release seiner Personalplanungssoftware speziell für das Produktionsumfeld als Ergänzung zu den gängigen ERP-Systemen wie SAP. Oetker ist der erste Lebensmittelhersteller, der die Software einsetzt.

Die Lösung ist branchenunabhängig sowohl im Produktions- als auch im Logistikumfeld verwendbar, sagt der Systemhersteller. So gebe es Kunden unter anderem auch im Handel. In der Regel erfolge die Implementierung der Lösung innerhalb von zwei bis vier Monaten. (juh)

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