Wie erkenne ich einen seriösen Test?

von Redaktion LZ
Freitag, 21. Januar 2005
Prof. Heinrich Wottawa von der Ruhr-Universität in Bochum, am Institut für Psychologie, empfiehlt die Beachtung einiger Regeln bei der Beurteilung von Persönlichkeitstests, die der Personalauswahl dienen sollen:  



 Stets auf das Verhältnis von Input und Output achten. Wenn auf Basis eines Fragebogens von rund 30 einfachen Fragen ein Report von 25 Seiten und mehr entsteht, dann sollte man sehr sorgfältig hinterfragen, wie eine solche Verhältnismäßigkeit zu erklären ist.

 Ein Persönlichkeitsprofil darf nicht als Selbstzweck verstanden werden. Zuerst sollten die spezifischen Anforderungen an eine bestimmte Position klar definiert werden - daraufhin ist der Test anzupassen. Lässt sich ein Verfahren nicht nach den entsprechenden Anforderungen gewichten, ist Abstand geboten.

   Um Scharlatanerie zu entgehen, sollte man sicherstellen, ob der Anbieter zu einer Validitäts-Studie bereit ist. Und: Mitarbeiter eines Unternehmens - deren Einverständnis vorausgesetzt - sollten den entsprechenden Persönlichkeitstest absolvieren. Das erstellte persönliche Profil dieser Kollegen sollte mit den unabhängigen Beurteilungen der Vorgesetzten übereinstimmen.  

 Zu überprüfen ist, ob die Soll-Angaben der DIN-Norm als Grundlage erfüllt sind. Die DIN-Norm für Eignungsbeurteilungen weist daraufhin, was diese Verfahren an Publikationen und Kennziffern haben sollten. Erfüllt ein Verfahren diese Mindestanforderungen nicht, ist Zurückhaltung geboten.

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