Personal als Wettbewerbsmotor

von Judit Hillemeyer
Donnerstag, 09. Dezember 2004
Je besser die Personalprozesse, desto höher die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens, so dass Ergebnis der Process Studie 2005 der Unternehmensberatung Dr. Geke & Associates in Bonn.



Die deutschen Unternehmen sehen in den nächsten drei Jahren den Erfolgsfaktor "Mensch" als wesentliche Triebkraft für nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit, heißt es in der Bonner Analyse.

Dabei sehen 82 Prozent den Personalbereich als wesentlichen Motor zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens und des Erfolgsfaktors "Mensch und Mitarbeiter".

Die Problematik sei, dass bei immer noch 76 Prozent der Personalabteilungen ein großer Nachholbedarf bei der Optimierung der internen Geschäftsprozesse vorhanden bestehe, um den "Motor Personal" leistungsfähig zu gestalten.

Zu diesem Zweck sollen die Geschäftsprozesse der Personalbereiche, die das Management der Mitarbeiter und Führungskräfte begleiten, in den nächsten Jahren optimiert und verbessert werden.

Fördern, bilden, gewinnen

Im Fordergrund stehen dabei die Prozesse der Gewinnung neuer Mitarbeiter sowie die Entwicklung, Betreuung und Weiterbildung sowie Förderung der vorhandenen.

Insgesamt schätzen die Unternehmen die Leistungsfähigkeit ihrer Personalabteilung heute mit 3 von 5 möglichen Punkten deutlich geringer ein als in drei Jahren (4,1 von 5 Leistungspunkten).

Die heute eher mäßige Benotung zeige beträchtliche Verbesserungsreserven. Die Notwendigkeit zum Handeln hätten zahlreiche Unternehmen erkannt. Dazu hätten mehr als 37 Prozent der Unternehmen bereits heute schon Maßnahmen eingeleitet.

Insbesondere gehe es Unternehmen darum, die Geschäftsprozesse Personalentwicklung, -betreuung und -gewinnung für das Unternehmen zu verbessern.

Der am meisten genannte hemmende Faktor für die Optimierung der Geschäftsprozesse sei das geringe Verständnis seitens des Top-Managements zur Überprüfung der Personalprozesse sowie zu geringer Investitionen zur Verbesserung.

Personalabteilungen durchleuchten

"Human Capital im Unternehmen ist nicht nur einfach da, sondern muss permanent weiterentwickelt werden", so Dr. Michael Geke, Managing Partner von Dr. Geke & Associates.

Dies zu steuern sei eine Aufgabe der Bereiche Human Resources Management. Die Ergebnisse der Studie zeigten eine große Diskrepanz zwischen Anforderungen an das Management an das Human Capitals und der tatsächlicher Bereitschaft der Unternehmensleitung für Investitionen in Human Resources Management.

Erfolgreiche Unternehmen würden intensiv an der Optimierung ihrer Geschäftsprozesse im Personalwesen arbeiten, um das Management von Mitarbeiter und Führungskräfte effektiv und effizient zu gewährleisten, um weiterhin wettbewerbsfähig zu sein.

Die Unternehmensberatung hat bei 162 deutschen mittelständischen sowie Großunternehmen die Geschäftsprozesse der Personalabteilungen durchleuchtet. (juh)

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