Personal als Wettbewerbsmotor

von Judit Hillemeyer
Freitag, 25. Februar 2005
Je besser die Personalprozesse, desto höher die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens, so das Ergebnis der „Process Studie 2005“ der Unternehmensberatung Dr. Geke & Associates in Bonn.



Die Unternehmensberatung hat bei 162 deutschen mittelständischen sowie Großunternehmen die Geschäftsprozesse der Personalabteilungen durchleuchtet. 82 Prozent sehen in den nächsten drei Jahren den Erfolgsfaktor „Mensch“ als wesentliche Triebkraft für nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit, heißt es in der Bonner Analyse.

Doch in den meisten Personalabteilungen (76 Prozent) besteht ein großer Nachholbedarf bei der Optimierung der internen Geschäftsprozesse, um den „Motor Personal“ leistungsfähig zu gestalten.

Bei der Optimierung der Geschäftsprozesse stehen die Gewinnung neuer Mitarbeiter sowie die Entwicklung, Betreuung, Weiterbildung sowie Förderung der vorhandenen deutlich im Vordergrund.

Insgesamt schätzen die befragten Unternehmen die Leistungsfähigkeit ihrer eigenen Personalabteilung heute mit 3 von 5 möglichen Punkten geringer ein als in drei Jahren (4,1 von 5 Leistungspunkten).

Die heute eher mäßige Benotung zeige beträchtliche Verbesserungsreserven. Die Notwendigkeit zum Handeln hätten zahlreiche Unternehmen erkannt. Mehr als 37 Prozent der Firmen haben bereits Maßnahmen eingeleitet.

Der am meisten genannte hemmende Faktor für die Optimierung der Geschäftsprozesse sei das geringe Verständnis seitens des Top-Managements zur Überprüfung der Personalprozesse sowie zu geringer Investitionen zur Verbesserung.

„Human Capital im Unternehmen ist nicht nur einfach da, sondern muss permanent weiterentwickelt werden“, so Dr. Michael Geke, Managing Partner von Dr. Geke & Associates.

Die Ergebnisse der Studie zeigten eine große Diskrepanz zwischen Anforderungen an das Management, an die Personalabteilungen und Mitarbeiter und der tatsächlichen Bereitschaft der Unternehmensleitung, in so genanntes Human Resources Management zu investieren.

Erfolgreiche Unternehmen würden intensiv an der Optimierung ihrer Geschäftsprozesse im Personalwesen arbeiten, um das Management von Mitarbeitern und Führungskräften effektiv und effizient zu gewährleisten, um weiterhin wettbewerbsfähig zu sein. (juh)

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