Personaler verbessern digitale Prozesse

von Silke Biester
Freitag, 01. März 2013
Personaler planen neue Konzepte
LZ-Grafik
Personaler planen neue Konzepte
Die Digitalisierung der Prozesse im Bereich Human Resources setzt sich fort, vor allem bei der Personalsuche. Das belegt die Studie "Recruiting Trends 2013".
Der Fachkräftemangel bleibt das zentrale Thema deutscher Großunternehmen. Die Personaler der 1.000 größten Firmen rechnen damit, mehr als ein Drittel der offenen Stellen nur schwer und rund sechs Prozent gar nicht besetzen zu können. Dieser Herausforderung wollen sie durch verstärkte eigene Ausbildung, Mitarbeiterbindung durch flexiblere Arbeitszeitmodelle und Home-Office sowie die stärkere Rekrutierung von Frauen begegnen.

Die aktuelle Studie Recruiting Trends zeigt zudem, dass die HR-Abteilung sich auf die Veränderung der Prozesse durch Smartphones einstellen. 58 Prozent gehen davon aus, dass die starke Verbreitung mobiler Endgeräte künftig einen großen Einfluss auf die Personalsuche haben wird.

Nur jede vierte Mappe in Papierform

Bei den Bewerbungsprozessen hat sich die Digitalisierung längst durchgesetzt. 40 Prozent der Unterlagen kommen per E-Mail im Unternehmen an und weitere 35 Prozent als elektronisches Formular. Weniger als jede vierte Mappe wird noch in Papierform eingereicht.

Die Untersuchung wird jährlich vom Online-Portal Monster in Kooperation mit dem Centre of Human Resources Information Systems (Chris) der Universitäten Bamberg und Frankfurt durchgeführt. Der diesjährige Schwerpunkt "Active Sourcing" ergab, dass sich in 14 Prozent der HR-Abteilungen einzelne Mitarbeiter gezielt mit der Direktansprache von Kandidaten beschäftigen.

Neben eigenen Talentpools spielen dafür Netzwerke, Karriere-Events und -Messen für Studenten sowie die Ansprache über Xing eine Rolle. Die Nutzung von Social Media ist insgesamt erstmals leicht rückläufig. Lediglich Xing und Facebook konnten sich als Employer-Branding-Instrumente etablieren. (sb)

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